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Wo Anton Plattners Trainerkarriere begann: Als Echinger Coach jubelt er 1983 über den Aufstieg in die Bayernliga.

Mit Eching gegen 1860 vor 10.000 Zuschauern im Olympiastadion

Anton Plattners Reise in die Vergangenheit

Für den Bezirksligisten SV Dornach ist das Heimspiel gegen den Tabellenführer TSV Eching am Samstag um 14.30 Uhr eine richtungsweisende Partie – und für Trainer Anton Plattner ist es überdies eine Reise in die Vergangenheit. „Für mich sind Spiele gegen Eching immer etwas Besonderes“, sagt der 70-Jährige. „Denn dort hat meine Karriere als Fußballtrainer angefangen.“

Dornach – Im Juni 1977 wechselte Plattner als Spielertrainer aus Starnberg zum damaligen A-Klassisten Eching. In seiner ersten Saison schaffte der TSV den Sprung in die Bezirksliga, worauf in Reiner und Wolfgang Leitl zwei der fünf Söhne von Plattners Schwester zum Team stießen. In der Folge marschierten die Echinger weiter in die Landes- und 1983 in die Bayernliga – nach einem 2:0 im Entscheidungsspiel in Aichach vor 6000 Zuschauern.

In der damals dritthöchsten Spielklasse bekam es der Aufsteiger mit Klubs wie dem FC Augsburg, der SpVgg Unterhaching und dem TSV 1860 München zu tun. Letzterer sicherte sich am vorletzten Spieltag im Duell mit Eching vorzeitig die Meisterschaft, während die 1:2-Niederlage den Abstieg der Plattner-Elf besiegelte. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs fand diese Partie im Olympiastadion statt – bis heute das einziges Ligaspiel eines Amateurklubs, das in dem ehrwürdigen Rund ausgetragen wurden. „Da haben wir vor fast 10 000 Zuschauern gespielt“, erinnert sich Plattner. „Das war ein unvergessliches Erlebnis.“ Doch auch zu den Ligaspielen im Echinger Willi-Widhopf-Stadion seien damals oft mehr als 1000 Besucher erschienen. „Das waren sensationelle Spiele dort.“

Nach dem Abstieg kehrte der TSV Eching umgehend in die Bayernliga zurück. Doch nachdem es dort nicht wie erhofft gelaufen war, trennte sich der Klub während der Saison von Toni Plattner – nach achteinhalb Jahren Zusammenarbeit. Der Coach führte später auch den SV Lohhof in die Bayern- und den FC Ismaning in die Landesliga; zudem war er vor seinem Engagement in Dornach gut sieben Jahre beim VfB Hallbergmoos. Und doch werde der TSV Eching immer einen besonderen Platz in seinem Herzen haben, sagt Plattner – bevor er mit Blick auf das Duell am Samstag hinzufügt: „Aber jetzt möchte ich gegen Eching gewinnen.“ Von seinen Dornachern fordert er nach zwei schwächeren Spielen „eine Trotzreaktion“, so der Coach. Personell muss er weiter auf Kapitän Dominik Gossner verzichten; dazu wird wohl auch Robert Rakaric verletzt ausfallen.

Voraussichtliche Aufstellung: Bertic, Hanusch, Wagatha, Reiter, Wanzinger, Soheili, Partenfelder, Mosig, Abasse, Ring, Agidigbi.

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