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„Ich habe beim Torschuss gemerkt, dass ich zum Glück nicht alles verlernt habe“: Vollblutstürmer Robert Rakaric.

Bezirksliga Nord: 13 Treffer aus 13 Spielen

SV-Dornach-Knipser Robert Rakaric: Der ewige Torjäger

  • vonChristian Heinrich
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Robert Rakaric weiß, wo die Kiste steht. Nach Trainingsstart des SV Dornach sagt der Stürmer: „Ich habe beim Torschuss gemerkt, dass ich zum Glück nicht alles verlernt habe.“

  • Mit 13 Treffern aus 13 Spielen belegt Robert Rakaric derzeit den zweiten Platz der Torjägerliste in der Bezirksliga Nord.
  • Einst spielte der Torjäger beim Regionalligisten FC Ismaning 
  • Heute stehen Familie und Beruf an erster Stelle

Dornach – Corona-Pause hin, Corona-Pause her: Robert Rakaric weiß, wo die Kiste steht. „Ich habe beim Torschuss gemerkt, dass ich zum Glück nicht alles verlernt habe“, sagt der Stürmer mit einem verschmitzten Lächeln nach dem Trainingsstart des SV Dornach. Für Rakaric, der im vergangenen Jahr noch den Kreisklassisten TSV Herrsching trainierte, sind das ermutigende Zeichen. Mit 13 Treffern aus 13 Spielen rangiert er in der Torjägerliste der derzeit unterbrochenen Bezirksliga Nord auf dem zweiten Platz. Wenn alles optimal läuft, setzt sich der 34-Jährige nach dem geplanten Re-Start im September noch einmal die Krone des besten Torschützen auf. Unter den besten Bezirksliga-Torjägern aller Zeiten hat Rakaric seinen Platz mit seiner Torquote schon sicher.

An diese Ehre war in der vergangenen Saison nicht zu denken. In 25 Partien traf er lediglich sechs Mal für die Herrschinger. Allerdings nicht ohne Grund. Rakaric verordnete sich selbst strikte Defensivaufgaben, um die Abwehr des Beinahe-Absteigers stabil zu halten. Er betont: „Das war ein Unterschied zu sonst.“ In Dornach befindet er sich nun wieder auf dem Weg, an jene Top-Werte anzuknüpfen, mit denen er einst für Furore sorgte. In der Saison 2008/09 erzielte er 28 Treffer in 29 Partien für den damaligen Bezirksligisten TSV Gräfelfing. Zwei Jahre später machte er mit 18 Toren beim Landesligisten TSV Landsberg auf sich aufmerksam. Auch sein Heimatverein TSV Oberalting profitierte vor vier Jahren von Rakarics Qualitäten. 19 Tore in 28 Partien lautete seine Bilanz.

Beim SV Dornach schlägt der Torjäger wieder zu.

Dass es bei dem Vollblutkicker mittlerweile wieder so läuft wie zu besten Zeiten, liegt auch an seinen Mitspielern in Dornach. Die meisten von ihnen haben genauso wie er eine Vergangenheit beim FC Bayern oder beim TSV 1860. Einer von ihnen ist Manuel Ring, der ihm inzwischen nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch familiär verbunden ist.

Rings Schwester Stephanie ist seit ungefähr einem Jahr mit Rakaric verheiratet. Das Verständnis zwischen den beiden Goalgettern ist fast blind. Schon beim Bayernligisten SB DJK Rosenheim und beim Regionalligisten FC Ismaning haben sie miteinander gekickt. Zusammen mit Ring (elf Tore) bildet er das gefährlichste Angriffsduo der Liga.

Für den Sportverein zahlt sich die Effektivität der beiden Schwager aus. In der Tabelle stehen die Dornacher auf Rang sechs, haben gegenüber Spitzenreiter TSV Eching aber noch zwei Nachholspiele zu bestreiten. „Wenn wir die gewinnen, sind wir Zweiter“, rechnet Rakaric vor. Chancen auf den Aufstieg bestehen also. Bei insgesamt zwölf ausstehenden Spielen gar nicht einmal so geringe. Außerdem besitzt seine Mannschaft durch die Einführung des Liga-Pokals noch eine zweite Chance für den Weg nach oben, sollte es mit der Meisterschaft nicht klappen.

Eine Rückkehr in die Landesliga kaum denkbar.

In der Landesliga aufzulaufen wäre noch einmal eine besondere Herausforderung für den Seefelder. Allerdings wäre er dann schon fast 36 Jahre alt. „Ob ich da noch einmal mitspiele, muss man gucken.“ In seinem Alter haben sich die Parameter des Lebens verschoben. Familie und Beruf besitzen einen anderen Stellenwert als zuvor. Von der Fitness und von seiner Klasse her wäre es dagegen wohl kein Problem, im Herbst seiner Karriere noch einmal das große Abenteuer zu wagen. Das Toreschießen wird er zumindest so schnell nicht verlernen.

CHRISTIAN HEINRICH

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