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Sauer auf den Verband: SVH-Coach Christoph Schmitt ärgert sich über die Gelbe-Karten-Regelung.

SV Heimstetten will endlich in den Rhythmus kommen

SVH-Coach Christoph Schmitt ärgert sich über die Gelbe-Karten-Regelung

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Stolze 329 Tage – also fast ein ganzes Jahr – sind die Regionalliga-Fußballer des SV Heimstetten nun schon ungeschlagen in Pflichtspielen. Diese Serie übertrumpft sogar noch die Aufstiegssaison 2017/18, als der SVH 210 Tage lang unbesiegt blieb.

Heimstetten –  Der feine Unterschied: Seinerzeit hielt sich der Klub in 19 Partien hintereinander schadlos; diesmal hingegen blicken die Heimstettner bloß auf zwei Spiele ohne Niederlage zurück, wenn sie am Samstag um 14 Uhr den SV Viktoria Aschaffenburg empfangen.

Denn nach dem 2:1 gegen Schweinfurt im März wurde die Saison wegen des Coronavirus unterbrochen. Und seit dem Wiederbeginn im September ist der SVH lediglich beim 1:0 im Ligapokal gegen den FC Augsburg II aufgelaufen. Die für den vergangenen Dienstag angesetzte Partie gegen den VfR Garching dagegen wurde wegen eines Coronafalls beim Gegner abgesagt – sehr zum Unmut von Heimstettens Trainer Christoph Schmitt.

„Wir hätten gerne gespielt“, betont der Coach. Zum einen, „um im Rhythmus zu bleiben – oder besser: in den Rhythmus zu kommen“. Zum anderen wäre es Schmitt zupass gekommen, wenn Mittelfeldmann Valentin Micheli seine Gelbsperre im Ligapokal hätte absitzen können. Denn nun muss der Neuzugang aus Garching gegen Aschaffenburg zuschauen, was Schmitt kritisiert. „Das macht überhaupt keinen Sinn“, ärgert sich der Coach über die Regelung, wonach zwar Spielsperren etwa nach Platzverweisen in der Corona-Pause annulliert wurden – nicht aber Gelbe Karten. Auch dass diese wettbewerbsübergreifend in Liga und Pokal addiert werden, stößt dem Coach sauer auf.

Abgesehen von Micheli kann Schmitt am Samstag aber aus dem Vollen schöpfen. Und dennoch ist seine Elf gegen Aschaffenburg in der Außenseiterrolle. Denn zum einen rangiert der Gegner als Tabellenvierter satte 15 Punkte vor Heimstetten. Zum anderen hat der SVA seit dem 19. September an jedem Wochenende ein Pflichtspiel bestritten. „Die sind also voll im Rhythmus“, sagt Schmitt. „Anders als wir.“

Und so wird es den Coach kaum trösten, dass zumindest das Gesetz der Serie für seinen SVH spricht. Denn gegenüber den fast elf Monaten ohne Niederlage bei Heimstetten haben die Aschaffenburger letztmals vor drei Wochen ein Pflichtspiel verloren – mit 0:3 gegen Schweinfurt. Danach aber gab‘s für den SVA im Ligapokal ein 1:0 über Fürth und ein 4:0 gegen Aubstadt. Nach der Zahl der unbesiegten Spiele liegt der Klub somit gleichauf mit dem SVH.

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Günzel, Spitzer, Cavadias, Hintermaier, Sabbagh, Reuter, Hannemann, Riglewski, Nappo, Awata.

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