Bernard Mwarome „Ich bin überzeugt, dass ich noch viel Potenzial nach oben habe. Und das will ich in Heimstetten zeigen.“ Foto: Fupa
+
Bernard Mwarome „Ich bin überzeugt, dass ich noch viel Potenzial nach oben habe. Und das will ich in Heimstetten zeigen.“

Der neue Innenverteidiger trifft mit dem SVH auf seinen Ex-Klub

SV Heimstetten: Bernard Mwarome will Duell mit FC Bayern „einfach nur genießen“

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
    schließen

Am Freitag spielt der SV Heimstetten im Grünwalder Stadion gegen den FC Bayern München II. Das zweite Saisonspiel der Regionalliga-Bayern will Mwarome „genießen“.

Heimstetten – Bernard Mwarome sagt über sich, er sei „kein Mensch, der zurückschaut“. Und doch dürften bei ihm viele Erinnerungen hochkommen, wenn er am Freitag im Regionalligaspiel seines SV Heimstetten beim FC Bayern II antritt (19 Uhr). Erinnerungen an seine Kinder- und Jugendzeit, in der er das FCB-Trikot getragen hat; Erinnerungen ans Grünwalderstadion, wo er einst mit den Bayern-Amateuren kickte; und vielleicht sogar Erinnerungen an Carlo Ancelotti und Pep Guardiola.

Mwarome: „Dankbarkeit, dass ich spielen darf.“

„Ein bisschen Aufregung wird sicher dabei sein“, sagt der 24-Jährige über sein Wiedersehen mit dem FC Bayern. Vor allem aber werde er ein anderes Gefühl verspüren, glaubt der Deutsch-Kenianer: „Dankbarkeit, dass ich spielen darf.“ Schließlich ist Mwarome im vergangenen Jahr kaum einmal auf dem Rasen gestanden. Nach seinem Engagement beim Bonner SC in der Regionalliga West war der Defensivspezialist zunächst vereinslos, ehe er sich der Reserve des 1. FC Kaiserslautern anschloss. Dort kam er jedoch nicht zum Zug, und sein Vertrag wurde aufgelöst, weshalb er im Sommer einen neuen Klub suchte – und in Heimstetten fündig wurde.

Beim SVH wolle er „schnell wieder in die Spur finden“, sagt Mwarome, außerdem „Spaß haben und viel spielen“. Sein Ziel sei es, Heimstetten und die Regionalliga als Bühne zu nutzen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. „Ich konzentriere mich total auf den Fußball“, sagt Mwarome. „Ich bin überzeugt, dass ich noch viel Potenzial nach oben habe. Und das will ich in Heimstetten zeigen.“

Mwarome: Erfahrungen unter Ancelotti und Guardiola gesammelt

Beim SVH ist der Neuzugang, der zuletzt meist im Mittelfeld spielte, fest in der Innenverteidigung eingeplant – mithin jene Position, auf der er einst beim FC Bayern ausgebildet wurde. Dorthin wechselte er bereits in der F-Jugend von Helios Daglfing, bevor Mwarome sämtliche Nachwuchsmannschaften beim Rekordmeister durchlief. Mehr noch: Schon im Alter von 16 Jahren durfte der Teenager einige Male bei den Profis von Coach Carlo Ancelotti mittrainieren. Später kamen auch noch Einheiten unter Pep Guardiola hinzu.

Micheli und Günzel: Ehemalige Weggefährten des Neuzugangs

„Schöne Erlebnisse“ seien das gewesen, sagt Bernard Mwarome heute. Und doch denke er selten daran zurück – „ich schaue lieber nach vorne“. In seiner U17-Zeit bei den Bayern warfen Mwarome zwei Kreuzbandrisse zurück. Nach der Jugend spielte er noch eine Saison bei den Amateuren des FCB in der Regionalliga, ehe es ihn zum FC Augsburg II und weiter zum Bonner SC zog. Nun also ist der gläubige Christ zurück in München – bei seiner Familie, bei seinen Freunden und bei seiner Kirchengemeinde, wie er betont. Zudem kenne er in Heimstetten den einen oder anderen Spieler aus früheren Zeiten – etwa Valentin Micheli und Yannick Günzel, mit denen er schon bei den Bayern zusammengespielt hat.

Mwarome: „Einfach nur genießen.“

Nach bloß zwei Wochen Training und zwei Testspielen feierte Mwarome beim 4:1 gegen Memmingen zum Saisonauftakt sein Pflichtspieldebüt – und hinterließ einen starken Eindruck. Wobei er selbstkritisch anmerkt, „dass ich meine lange Spielpause noch gemerkt habe – im Kopf und in den Beinen.“ Im Grünwalderstadion soll nun Mwaromes nächster Auftritt im SVH-Dress folgen. Das Duell gegen seinen Ex-Klub, sagt er, „will ich einfach nur genießen“.

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Mwarome, Günzel, Sengersdorf, Reuter, Micheli, Hingerl, Hannemann (Weser), Tunc, Riglewski, Müller.

Auch interessant

Kommentare