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Voller Einsatz: Mohamad Awata (weiß) ist der vierte Neuzugang des SVH; hier in der Partie gegen Deisenhofen.

SVH muss sich steigern

Heimstetten stellt auf Pflichtspielmodus um

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Der SV Heimstetten unterliegt dem FC Deisenhofen mit 0:3. Dennoch sieht man sich für den Ligastart gewappnet.

Heimstetten – So ungewiss es weiter ist, wann die Regionalliga zum Re-Start bläst – beim SV Heimstetten versuchen sie jetzt schon auf Pflichtspielmodus umzustellen. Nicht nur hat der Klub laut Co-Trainer Memis Ünver den Trainingsrhythmus vor zwei Wochen so umgestellt, wie es im Ligabetrieb der Fall wäre. Sondern auch die Testspiele werden inzwischen genauso angegangen wie Ligaduelle – vom Treffpunkt bis zum Aufwärmen.

In der Partie gegen den eine Klasse niedriger spielenden FC Deisenhofen hat das aber nicht dazu geführt, dass der SVH jenes Niveau erreicht hätte, dass sich die Trainer dereinst in den Pflichtspielen erhoffen. Vielmehr kassierte der Favorit eine 0:3-Pleite durch Treffer von Tobias Rembeck (40., 68.) und Michael Bachhuber (90.). „Die Ergebnisse sind in den Testspielen zweitrangig und man kann auch mal verlieren“, kommentiert Ünver. „Aber die Art und Weise hat uns schon ein wenig geärgert. Denn unterm Strich war das zu wenig für unsere Ansprüche.“

Dabei lief der Beginn verheißungsvoll: Schon in der ersten Spielminute zeigte Heimstetten eine feine Kombination, an deren Ende Mohamad Awata die Kugel knapp am Tor vorbeisetzte. Der 27-jährige Syrer steht inzwischen als vierter Neuzugang beim SVH fest – nach Leopold Krueger, Valentin Micheli (beide VfR Garching) und Sebastiano Nappo (FC Augsburg II). Doch sowohl Awata als auch seine Kollegen bauten nach dem Blitzstart immer weiter ab. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht“, kritisiert Ünver, „und Deisenhofen damit eingeladen“.

Ein Konter des Bayernligisten führte kurz vor der Pause zum 0:1. Für die zweite Halbzeit habe man sich dann vorgenommen, „ein anderes Gesicht zu zeigen“, sagt der Co-Trainer. Doch das gelang seiner Elf an diesem Tag nicht. Stattdessen netzte der Außenseiter noch zweimal ein, sodass am Ende eine 0:3-Niederlage stand. „Ich denke, da haben viele Faktoren mit reingespielt“, analysiert Ünver. „Einer davon ist sicher auch die Ungewissheit, weil die Jungs nicht wissen, wann es losgeht.“ Bis zum Re-Start werde man den aus dem Ligabetrieb gewohnten Trainings- und Spielrhythmus beibehalten, kündigt Ünver an – nur eben mit Testspielen. Das nächste steht für den SVH am Freitag an, wenn der Klub den Landesligisten FC Unterföhring im Sportpark empfängt. (Patrik Stäbler)

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