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Willkommen: Abteilungsvize Semir Cerovac (jeweils links) begrüßt die Zugänge Sascha Hingerl (li.) und Emre Tunc.

SVH bastelt hinter den Kulissen eifrig am Team für die nächste Saison 

Heimstetten holt mit Tunc dritten Spieler vom Ligarivalen Garching

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Sportlich herrscht infolge der Corona-Einschränkungen auch beim SV Heimstetten zurzeit Stillstand – hinter den Kulissen jedoch bastelt der Regionalligist eifrig am Kader für nächste Saison. So hat der SVH nicht nur die Verträge etlicher Leistungsträger verlängert, sondern auch drei Neuzugänge stehen bereits fest

Heimstetten – In Emre Tunc holt der Klub einen weiteren Kicker vom Nachbarn und Noch-Ligarivalen VfR Garching. Dazu kommen Mittelfeldmann Sascha Hingerl vom TSV 1860 München II sowie Verteidiger Timon Kuka vom FC Pipinsried – wobei Zweiterer infolge eines Kreuzbandrisses noch für längere Zeit ausfallen wird.

„Wir haben jetzt 85 bis 90 Prozent des Kaders für nächste Saison fix gemacht“, berichtet der stellvertretende Abteilungsleiter Semir Cerovac. Zugleich habe sich der Verein bewusst noch etwas Luft gelassen – für die Verpflichtung von Spielern, die kurzfristig zu haben seien. Vor allem auf zwei Positionen wolle man sich noch verstärken, sagt Cerovac. Zum einen sucht der SVH nach einem Linksverteidiger, da Maximilian Hintermaier wie berichtet den Verein verlassen und sich dem FC Langengeisling als Spielertrainer anschließen wird. Zum anderen steht schon seit Längerem ein weiterer Innenverteidiger – möglichst der Marke Abwehrchef – auf dem Wunschzettel von Trainer Christoph Schmitt.

Eine Verstärkung für die Abwehrzentrale soll Timon Kuka darstellen, der bis 2019 das Trikot des TSV Neuried trug und seither für den FC Pipinsried in der Bayernliga aufläuft. Leider jedoch habe sich der 22-Jährige – just als er schon in Gesprächen mit dem SVH war – bei einem Treppensturz das Kreuzband gerissen, sagt Semir Cerovac. „Er wird sicher bis Oktober, November ausfallen. Und trotzdem haben wir uns entschieden, ihn dazuzunehmen, weil er ein junger, talentierter Spieler ist.“

Dieselben Attribute – jung und talentiert – attestiert Cerovac auch dem gleichaltrigen Emre Tunc. Nach Leopold Krueger und Valentin Micheli im Vorjahr ist er bereits der dritte Spieler, der vom derzeitigen Tabellenletzten der Regionalliga, dem VfR Garching, zum Landkreis-Rivalen nach Heimstetten wechselt. „Emre ist einer, der uns Tempo auf der Außenbahn gibt, ein gutes Auge hat und den Unterschied machen kann“, ist Cerovac überzeugt. Der dritte Sommer-Neuzugang ist schließlich Sascha Hingerl. Der 21-Jährige hat beim FC Deisenhofen in der Jugend gekickt und war zuletzt beim TSV 1860 München, wo er jedoch bloß im Bayernligateam zum Zug kam. Beim SVH ist Hingerl im Mittelfeld eingeplant, vor allem auf der Sechser-Position, so Cerovac.

Neben den drei Neuen werden die Heimstettner kommende Saison vor allem auf bewährte Kräfte setzen: Nachdem Kapitän Lukas Riglewski, Torwart Maximilian Riedmüller Routinier Daniel Steimel und Yannick Günzel ihre Verträge bereits verlängert hatten, hat der Klub nun auch Stefan Reuter, Sandro Sengersdorf, Carl Weser und Valentin Micheli an sich gebunden: Alle vier haben Semir Cerovac zufolge beim SVH für eine weitere Spielzeit unterschrieben.

In dieser werden die Heimstettner aller Voraussicht nach weiterhin in der Regionalliga antreten. Schließlich liegt das Team aktuell auf einem Nichtabstiegsplatz, und Stand jetzt sieht es nicht so aus, als sollten noch Ligaspiele stattfinden können. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bezeichnet einen Saisonabbruch als „unvermeidbar“ – auch wenn er den formellen Beschluss dazu noch nicht getroffen hat. Im Falle der Regionalliga ist weiter offen, wie mit dem Ligapokal umgegangen wird, dessen Sieger eigentlich in den DFB-Pokal einziehen sollte. Angesichts der aktuellen Corona-Lage erscheint es jedoch kaum vorstellbar, dass der Wettbewerb noch durchgezogen werden kann.

Ebenfalls ungewiss ist, wie mit dem Thema Abstieg in der vierthöchsten Spielklasse umgegangen wird. Laut Spielordnung würde es bei einem Saisonabbruch den VfR Garching erwischen. Bei einer Videokonferenz mit BFV-Vertretern haben sich zuletzt jedoch sämtliche Regionalligisten für eine Sonderregelung ausgesprochen – und dass der VfR in der Liga bleiben soll.  

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