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„Ich will keine One-Man-Show mehr sein:“ Michael Matejka und sein Team kümmern sich künftig auch nicht mehr um die sportliche Konzeption der gesamten Abteilung; das übernimmt Männertrainer Christoph Schmitt. 

Heimstettner Fußballer tauschen ihre Führungsriege aus - Rehme hört auf eigenen Wunsch auf

Michael Matejka ist wieder da

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Mitten in der Corona-Zwangspause tauschen die Fußballer des SV Heimstetten ihre sportliche Leitung aus. An die Spitze zurückkehrt dabei ein alter Bekannter: Michael Matejka, der das Amt bereits von 2008 bis 2019 innehatte, ist ab sofort wieder Abteilungsleiter beim SVH und löst somit Stephan Rehme ab.

Heimstetten– Der 43-jährige Matejka leitet die kommissarische Führungsriege, die bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im Herbst die Geschicke der Fußballsparte lenken wird. Als Stellvertreter stehen ihm Semir Cerovac, Alexander Zink, Sebastian Schröter und Max Reng zur Seite.

Letzterer war im Herbst 2019 zum Abteilungsleiter gewählt worden und sollte sich in dieser Funktion um die sportlichen Belange kümmern. Neben ihm gehörten dem neuen Führungsteam auch Finanzchef Christian Müller sowie Stephan Rehme an, der als Repräsentant und Sprecher der Fußballsparte Michael Matejka ablöste. Dieses Trio blieb jedoch nur circa ein Jahr beisammen, ehe Reng und Müller ihre Ämter aufgaben. Hierfür habe es „verschiedene Gründe“ gegeben, berichtet Matejka. Er verweist unter anderem auf Wechsel im Vorstand des Gesamtvereins. Zudem habe es „unterschiedliche Auffassungen“ über die Arbeit der Abteilungsleitung gegeben.

Infolge dieser „personellen Erosion“, so nennt es Stephan Rehme, hätten seine Aufgaben in der Abteilungsleitung zugenommen. Hinzu seien die Herausforderungen durch die Coronakrise gekommen. In der Folge habe ihn Rehme vor einigen Monaten gebeten, sich wieder mehr einzubringen, sagt Matejka, der im Hauptberuf die vereinseigene Gaststätte im Sportpark leitet. Auch wegen dieser Aufgabe müsse die Arbeit künftig „auf mehrere Schultern verteilen werden“, sagt Matejka. Seine Stellvertreter in der kommissarischen Abteilungsleitung übernehmen dabei jeweils eigene Bereiche: Semir Cerovac wird sich um den Spielbetrieb kümmern, Max Reng um die Jugend, Sebastian Schröter um die Finanzen und Alexander Zink um die Basisarbeit. „Die Zeit bis zu den Neuwahlen ist auch ein Testlauf“, sagt Matejka. „Wir können uns gut vorstellen, danach in dieser Formation weiterzumachen.“

Nicht mehr zur Abteilungsleitung gehört auf eigenen Wunsch Stephan Rehme. Er führt „private Gründe“ für seine Entscheidung an. „Ich habe eine Vielzahl von gesellschaftlichen Verpflichtungen, die ich nicht mehr unter einen Hut bekommen habe. Das ist einfach zu viel geworden.“ Dem Verein werde er aber dennoch verbunden bleiben, betont Rehme. „Ich habe gesagt, dass ich gerne helfe, aber keine feste Verpflichtung mehr eingehen will.“

Als Gesicht der Abteilung wird nun also wieder Michael Matejka fungieren. Jedoch wolle er – anders als früher – keine „One-Man-Show“ sein, betont er. Auch den Eindruck, da dränge sich jemand zurück ins Rampenlicht, weist Matejka entschieden zurück. „Stephan ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich helfen kann“, sagt der 43-Jährige. Dass die neue Abteilungsleitung vornehmlich aus langgedienten Ehrenamtlern besteht, sei auch der Tatsache geschuldet, „dass es immer schwieriger wird, Leute zu finden, die solche Ämter ohne Bezahlung machen“, sagt Matejka. Schließlich werde das Arbeitspensum stetig mehr. „Allein durch die Digitalisierung bekommst du inzwischen tausende E-Mails mit Dingen, um die du dich kümmern musst.“

Nicht mehr kümmern muss sich die Abteilungsleitung künftig um die sportliche Konzeption im Verein. Diese Aufgabe wird Christoph Schmitt übernehmen, der Trainer des Regionalligateams. „Er ist für die gesamte sportliche Ausrichtung zuständig“, sagt Matejka, „von der Ersten Mannschaft bis hinunter zur Jugend“. Mit der konkreten Umsetzung muss sich Schmitt aber noch etwas gedulden, schließlich ruht derzeit der Trainings- und Spielbetrieb wegen der Corona-Einschränkungen. Und Michael Matejka glaubt, dass es auch noch einige Zeit dauern wird, ehe im Heimstettner Sportpark wieder Pflichtspiele stattfinden. „Ich gehe nicht davon aus“, sagt der alte und neue Abteilungsleiter, „dass vor Ostern irgendetwas passieren wird“.

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