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Awata-Wechsel in die Regionalliga Bayern perfekt

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Ex-Löwe Mohamad Awata wechselt wohl aus Jordanien zurück nach Deutschland. Für den syrischen Flüchtling soll es in die Regionalliga zum SV Heimstetten gehen. © Oliver Bodmer

Der SV Heimstetten hat einen Nachfolger für Orhan Akkurt gefunden. Mohamad Awata hat gegenüber Fussball Vorort seinen Wechsel zum Regionalliga-Schlusslicht bestätigt.

Mohamad Awata wechselt zurück nach Deutschland. Der Ex-Löwe schließt sich dem Viertligisten SV Heimstetten an. Der 25-Jährige ist im Sommer des vergangenen Jahres vom TSV 1860 München zum jordanischen Erstligisten Al-Jazeera (Amman) gewechselt.

Der Weg in den Profifußball war schon immer der Traum des syrischen Flüchtlings, der in seiner Heimat bei Al-Wahda Damaskus, einem der besten Fußballklubs in Syrien, spielte. Schon als Teenager machte er seine ersten Spiele in der Profi-Liga und spielte regelmäßig für U21- und U23-Auswahlmannschaft.

Dramatische Flucht nach Deutschland

2016 flüchtete er über die Balkanroute nach Deutschland (hier lesen Sie die ausführliche Schilderung Awatas über seine Flucht). Über einen Bekannten kam er von Stuttgart nach München und schließlich in Kontakt mit Löwen-Trainer Daniel Bierofka, der damals noch die zweite Mannschaft in der Regionalliga coachte. Für des Reserve-Team machte er in der vergangenen Saison 29 Spiele und schoss zehn Tore. Beim legendären Aufstieg der Löwen in die 3. Liga kam Awata am letzten Spieltag der Regionalliga in der ersten Mannschaft zum Zug. Er wurde in der 73. Minute eingewechselt und schoss kurz darauf das 3:1 gegen Bayreuth.

Im Sommer bekam er dann drei oder vier Angebote von arabischen Vereinen und entschied sich schließlich für den Schritt nach Jordanien, um sich dort für Profi-Verträge in Deutschland zu empfehlen.

Im Sommer Angebote von Garching und Pipinsried

Am liebsten wäre der Mittelstürmer aber hier geblieben. „Ich mag die Leute hier in München. Sie haben immer Respekt. Und es ist hier so grün, ich kann überall trainieren“, schwärmt Awata. Trotz Anfragen aus der Regionalliga unter anderem von Pipinsried und Garching und dem Angebot von Sechzig, in der zweiten Mannschaft zu bleiben, entschied sich Awata zugunsten seiner Karriere für den Wechsel ins Ausland: „Ich muss ein bisschen höher spielen. Wenn ich bei 1860 weiterspiele und nächstes Jahr 26 bin, wird es immer schwerer, Profi zu werden.“

Nun geht es aber für Awata doch wieder in die Regionalliga und zwar zu Heimstetten. Auf Facebook hat der 25-Jährige im Februar ein Bild aus München gepostet und seit kurzem ist er auf der Plattform mit Heimstetten-Manager Michael Matejka befreundet. Am Donnerstagvormittag hat er den Wechsel gegenüber Fussball Vorort bestätigt.

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