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Stürmer Emanuele Fino ist auch noch mit 39 Jahren treffsicher; er schießt das 1:1. 

Kneißl lässt sich in Vorbereitung Screenshots vom Lauftraining schicken

Robert Lexa (49) und Emanuele Fino (39) helfen beim SV Heimstetten II aus

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In diesem Moment, als der Heimstettner Fußballer Emanuele Fino sich nach dem gewonnenen Kopfballduell am Mittelkreis den Ball selbst vorlegt und zum 40-Meter-Sprint Richtung gegnerisches Tor ansetzt, hat sein Trainer Sebastian Kneißl nur eine Sorge: „Schafft er es bis zum Strafraum?“

Heimstetten–  KneißlsBedenken, wenn auch scherzhaft gemeint, sind nicht ganz von der Hand zu weisen, Stürmer Fino ist 39 Jahre alt und hat letztmals vor einem Jahr in der A-Klasse für Heimstetten III ein Trikot übergestreift. Diesmal ist das Heimstettner Urgestein eingesprungen, weil Kneißls Mannschaft im letzten Kreisliga-Spiel des Jahres gegen den Tabellenzweiten RW Oberföhring große Personalnöte hat. Fino hat sich ebenso wie der 49-jährige Robert Lexa (Lesen Sie auch: Comeback mit 49 Jahren) bereit erklärt, auszuhelfen. „Ohne die Zwei hätten wir einen Torwart im Feld spielen lassen müssen“, sagt Kneißl.

Und dass er es immer noch kann, beweist der nach 23 Minuten eingewechselte Fino,als er natürlich im Strafraum ankommt, den Torwart verlädt und das 1:1 erzielt. Am Ende verliert Heimstetten 1:3 (1:1), weil Oberföhring noch zweimal trifft. „Das waren zwei Granaten, Marke ,Tor des Monats‘“, sagt Kneißl. „Ich bin wirklich stolz, wie die Mannschaft unter diesen Bedingungen gespielt hat, unabhängig vom Resultat.“

Und er schickt ein dickes Lob an seine zwei Routiniers hinterher. Lexa sei auf der Sechserposition sehr präsent gewesen. „Das hat er sensationell gemacht.“ Getrübt wird die Freude in Heimstetten unterdessen durch die Verletzung von Alexander Pölzer, der sich in der Anfangsphase der Partie in einem Zweikampf vermutlich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Sebastian Kneißl bittet seine Spieler ab 10. Februar wieder ins Training. Dann richtet er das Augenmerk vor allem auf die Offensive. „Daran müssen wir stark arbeiten.“ Nur wenn Severin Müller und Felix Michalz aus dem Regionalliga-Kader mitspielten, habe es im Angriff sehr gut funktioniert.

Damit seine Spieler über den Winter fit bleiben, hat Kneißl ihnen einen dreiwöchigen Trainingsplan mit Laufeinheiten mitgegeben. Sie müssen diese per App aufzeichnen und dem Trainer die Daten per Screenshot schicken. Kleine Schwindeleien sind dabei natürlich nicht ausgeschlossen. „Ich hatte mal einen Spieler, der hat seine Freundin, eine sehr gute Läuferin, losgeschickt.“ Wer ehrlich trainiert hat, zeigt sich dann spätestens beim Sprint aufs gegnerische Tor. 

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