Sascha Hingerl verpasst das Familienduell gegen seinen Bruder Kevin – er sitzt eine Rotsperre ab. Foto: SVH
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Sascha Hingerl verpasst das Familienduell gegen seinen Bruder Kevin – er sitzt eine Rotsperre ab. 

Hingerl verpasst Familienduell

SV Heimstetten: Bastelarbeiten für Burghausen - Schmitt muss wieder über Defensive grübeln

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Der SV Heimstetten muss wieder umstellen. Sascha Hingerl verpasst das Duell gegen seinen Bruder. Coach Schmitt hat gegen Wacker Burghausen wieder Defensiv-Sorgen.

Heimstetten – Den Auftritt beim SV Wacker Burghausen an diesem Freitag um 19 Uhr hat sich Sascha Hingerl sicher mit Rotstift im Kalender markiert. Denn die Partie ist für den 22-Jährigen vom Regionalligisten SV Heimstetten zugleich ein Familienduell: Für Burghausen läuft sein sechs Jahre älterer Bruder Kevin Hingerl auf. Und gegen ihn dürfte der Heimstettner zwar zigmal auf dem Bolzplatz gekickt haben – aber noch nie im Ligabetrieb.

Und dabei wird es auch bleiben, zumindest vorerst. Denn obschon Kevin Hingerl wohl erneut in der Startelf verteidigen wird – seinen Bruder wird er auf dem Feld vergeblich suchen. Denn nach seiner Roten Karte in der Nachspielzeit beim 1:4 gegen Buchbach ist Sascha Hingerl für ein Spiel gesperrt worden. „Das ist schade für ihn“, sagt Trainer Christoph Schmitt. „Sascha hätte natürlich gerne gegen seinen Bruder gespielt.“

Für den Coach wiederum bedeutet der Ausfall, dass er seine Innenverteidigung umstellen muss – wie so oft in dieser Spielzeit. Wahrscheinlich hätte er dies aber sowieso getan, schließlich ist der zuletzt erkrankte Yannick Günzel wieder fit, der zu Saisonbeginn mit Bernard Mwarome die Deckungszentrale bildete. In diesen Wochen stand die SVH-Defensive vergleichsweise sicher; zuletzt aber fing sie sich 13 Gegentore in vier Pflichtspielen. Zum einen habe das mit den vielen Umstellungen zu tun, sagt Schmitt. Dazu seien aber auch „individualtaktische Fehler“ gekommen, so der Coach. „Da dachte ich, dass wir schon weiter sind.“

Am Freitag dürfte die SVH-Defensive besonders gefordert sein, stellt der SV Wacker doch den drittbesten Angriff der Liga. Dessen Qualität lasse sich allein daran ablesen, dass der Ex-Heimstettner Sammy Ammari in Burghausen aktuell bloß als Joker zum Zug komme, sagt Schmitt. „Und wir alle wissen um Sammys Qualität.“ Ungeachtet der Stärke des Tabellendritten und der Außenseiterrolle des SVH sieht der Coach seine Elf aber keineswegs chancenlos. „Es ist wie immer: Wir müssen unser Spiel machen. Wir haben unserer Stärken in der Offensive, und so werden wir die Sache auch angehen. Zugleich müssen wir defensiv kompakter stehen und wieder aggressiver gegen den Ball arbeiten. Diese Dinge haben wir in den ersten Wochen sehr gut gemacht“, sagt Schmitt. Zuletzt jedoch habe es hier gehapert.

Personell muss der SVH auf Emre Tunc verzichten, der am Mittwoch am Wadenbein operiert wurde. Ebenfalls verletzungsbedingt ausfallen wird Daniel Steimel, während hinter den angeschlagenen Leopold Krüger und Ensar Skrijelj noch ein Fragezeichen steht.

(Patrik Stäbler)

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Mwarome, Günzel, Sengersdorf, Gebhart, Müller, Reuter, Hannemann, Riglewski, Nappo, Awata.

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