Einsatzfreudig: Heimstettens Emre Tunc (M.).
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Kollektiv-Schlaf nach dem Anschlusstreffer

SV Heimstetten: „Wir stellen uns immer zu dumm an“ - bittere Pleite gegen Buchbach

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Der SV Heimstetten zeigt einen couragierten Auftritt gegen den TSV Buchbach. Nach dem Anschlusstreffer schläft die Schmitt-Elf aber.

Heimstetten – In der 89. Minute regt sich noch mal Hoffnung im Heimstettner Sportpark. Soeben hat Moritz Hannemann im Achtelfinale des Toto-Pokals gegen den Regionalligarivalen TSV Buchbach das 1:2-Anschlusstor markiert. „Es ist noch nicht vorbei!“, dröhnt die Stimme des hörbar erregten Stadionsprechers aus den Lautsprechern.

Doch kaum hat er diesen Satz beendet, liegt die Kugel schon wieder im Tor des SVH. Denn direkt vom Anstoß weg ist den Gästen – dank eines kollektiven Nickerchens der Heimstettner Defensive – ein weiterer Treffer gelungen. Das 1:3 bedeutet die Entscheidung in einem Pokalduell, das nach einem letzten Tor der Buchbacher in der 93. Minute schließlich mit 1:4 ausgeht.

Heimstetten schläft nach dem Anschlusstreffer - Sinnbildlich für gesamte Pokalpartie gegen Buchbach

Die Szene nach dem 1:2 ist dabei ein Stück weit bezeichnend für die komplette Partie. Denn wie so oft in dieser Saison zeigt der SVH zwar einen couragierten Auftritt und ist keineswegs die schlechtere Mannschaft. Jedoch bringt sich das junge Team auch diesmal um den Lohn – durch individuelle Patzer und Unaufmerksamkeiten. Noch drastischer formuliert es Trainer Christoph Schmitt nach der Partie. „Wir stellen uns immer wieder zu dumm an“, kritisiert der Coach, der diesmal eine ungewöhnlich lange Kabinenansprache nach dem Abpfiff hält. Dabei sei es vor allem ums Thema Disziplin gegangen, verrät er hinterher.

Ebendiese lassen die Heimstettner etwa beim frühen Gegentreffer nach fünf Minuten vermissen, als man den Gegner förmlich zu einem Tor eingeladen habe, moniert Schmitt. Seine Elf bestimmt fortan zwar das Spiel, dicke Chance jedoch bleiben erst mal Mangelware – bis zur 66. Minute. Da scheitert Mohamad Awata aus fünf Metern an TSV-Keeper Daniel Maus. „Wenn wir in dieser Szene das Tor machen, dann läuft das Spiel anders“, ist der Stürmer überzeugt.

Doch nebst Unkonzentriertheiten ist die maue Chancenauswertung das zweite große Problem der Heimstettner in dieser Saison. Sie ist dem Team schon elf Tage zuvor zum Verhängnis geworden, als es in der Liga mit 0:4 gegen Buchbach verlor. „Ich bin überzeugt, dass wir eigentlich die bessere Mannschaft sind“, sagt Schmitt über die Duelle gegen den Rivalen aus dem Landkreis Mühldorf. „Aber unterm Strich steht jetzt ein 1:8. Deshalb ist es dumm, so einen Satz so zu sagen.“ (Patrik Stäbler)

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