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SV Pullach geht 2:8 gegen Schlusslicht Freising unter

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Von: Umberto Savignano

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„Wir sind gedemütigt worden, aber wir nehmen es als Lehrstunde“, sagt Coach Fabian Lamotte.
„Wir sind gedemütigt worden, aber wir nehmen es als Lehrstunde“, sagt Coach Fabian Lamotte. © bro/Archiv

Mit einer 2:8 (1:3)-Heimpleite gegen das bisherige Landesliga-Schlusslicht SE Freising leistete sich der SV Pullach einen schmerzhaften Ausrutscher. „Letztendlich sind wir auseinandergefallen, es war am Schluss keine geschlossene Mannschaftsleistung mehr und ein peinlicher Auftritt“, sprach Spielertrainer Fabian Lamotte Klartext.

Pullach – Die Partie begann denkbar schlecht für die Raben, die nach einem zu kurz geratenen Rückpass schon in der ersten Minute durch Freisings Spielertrainer Florian Bittner mit 0:1 in Rückstand gerieten. Immerhin hatte der SVP aber eine relativ schnelle Antwort parat: Dominik Bacher glich nach einem Angriff aus (11.), der auch Lamottes Zustimmung fand. „Das war gut rausgespielt“, so der Coach, der in der ersten Halbzeit weitere „gute Situationen“ seiner Mannschaft in der Offensive sah, aber auch zugab, dass der Gegner mehr Möglichkeiten hatte. „Wir haben es den Freisingern zu einfach gemacht und zwei Chancen haben sie dann eben genutzt.“ Felix Günzel (19.) und Luca Brudtloff (41.) sorgten für den 1:3-Pausenstand.

Nach dem Wechsel erwischten die Raben einen guten Start: Yanis Marseilers Hereingabe nutzte Philip Kienz mit einem abgefälschten Schuss zum Anschluss (50.). „Mit dem 2:3 kam noch einmal etwas Euphorie auf, aber danach ging es ziemlich schnell“, sah Lamotte die Hoffnungen auf einen zählbaren Erfolg nach vier Gegentreffern innerhalb von 13 Minuten durch Günzel (57.), Bittner (61.), Brudtloff (64.) und noch einmal Bittner (70.) jäh zerstört. „Spätestens ab dem 2:5 ging es nur noch um Schadensbegrenzung.“ Doch auch das gelang nicht, Marcos Hones setzte sogar noch das 2:8 drauf (86.).

„Es nagt an mir und hoffentlich auch an den Jungs. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass jeder in sich geht“, sagte Lamotte, der gleichzeitig dazu riet, nicht in Schockstarre zu verfallen. „Letztlich ist es Fußball-Landesliga Bayern. Das ist kein Weltuntergang, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Klar, wir sind gedemütigt worden, aber wir nehmen es als Lehrstunde und nächste Woche geht das Fußballleben weiter.“

Dann hofft Lamotte wieder auf mehr Auswahl. „Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere dazukommt.“ Gegen Freising mussten einige Akteure aus der Reserve einspringen, die normalerweise in der Kreisklasse spielen. „Wir sind froh, dass uns Spieler aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen haben, sonst hätten wir vielleicht gar nicht antreten können“, gibt Lamotte zu bedenken. Als Ausrede dürfe man die dünne Personaldecke allerdings nicht benutzen, betont er: „Ich habe mit der Mannschaft nach dem Spiel gesprochen, denn ganz egal, wer da spielt, so darf man sich nicht präsentieren.“  (um)

SV Pullach: Hug – Horndasch, Lamotte, Belachew, Güllüoglu (82. Coenen), Nguyen, Jooss (46. Jung), Marseiler (90. Breit), Bacher, Kienz (73. Fröhlich), Stapf.

Tore: 0:1 Bittner (1.), 1:1 Bacher (16.), 1:2 Günzel (19.), 1:3 Brudtloff (41.), 2:3 Kienz (50.), 2:4 Günzel (57.), 2:5 Bittner (61.), 2:6 Brudtloff (64.), 2:7 Bittner (70.), 2:8 Hones (86.)

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