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Hattrick-Held: Sebastian Henrici machte beim 6:0 einen lupenreinen Hattrick für den TSV München-Solln.

SV Pullach II mit bitterer Heimniederlage gegen Nachbar München-Solln 

Henrici-Hattrick: TSV Solln zeigt sich gegen SV Pullach II gnadenlos 

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Für das zweite Team des SV Pullach setzte es am Ostersamstag eine herbe Pleite. Die Pullacher verloren das Nachbarduell gegen den TSV München-Solln mit sechs Toren Unterschied. 

Als Schiedsrichter Robert Neitzke nach 90 Minuten dem Leiden der Pullacher Reserve mit dem Schlusspfiff ein Ende setzte, brach sich der Ärger bei Pullachs Trainer Daniel Schmaus Bahn: „Auch wenn es wieder eine junge Mannschaft war, darf man nicht so hoch verlieren“, schimpfte der Pullacher Übungsleiter. Zuvor hatte seine Mannschaft beim 0:6 gegen den TSV München-Solln das sprichwörtliche halbe Dutzend eingeschenkt bekommen und vor allem im zweiten Durchgang eine desolate Leistung gezeigt. Den größten seines Ärgers bezog er freilich auf sich selbst: „Wenn man so hoch verliert, dann liegt das nicht allein an der Mannschaft, sondern ich als Trainer habe dann was falsch gemacht.“

Seit dem 15. März warten die Raben nun auf einen Sieg in der Kreisklasse, das 3:1 gegen die Sportfreunde Pasing war gleichzeitig der einzige Pullacher Sieg in der Rückrunde. Dennoch, das Handtuch will Schmaus auch in der schwierigen Situation nicht schmeißen: „Aufgeben und zurücktreten wäre zu einfach. Wir brauchen noch sechs Punkte für den Nicht-Abstieg. Dann ist alles in Ordnung“, so der Trainer.

Das Debakel n begann für die Pullacher zunächst ein wenig unglücklich. Als nach wenigen Minuten der Ball im Sollner Tor lag, entschied Schiedsrichter Neitzke auf Abseits. Dennoch gab der TSV vom Start weg den Ton an, wenngleich die Hausherren zunächst die Präzision in ihren Angriffen missen ließen. Die richtige Abstimmung fand die Sollner Offensive erstmals in der 21. Minute: Michael Hackl schickte mit einem Zuspiel Tobias Steger auf die Reise, der Gäste-Keeper Andrej Popravak überwand und zum 1:0 vollendete. Daran sollte sich bis zur Pause nichts mehr ändern, auch wenn der SV Pullach nun selbst vermehrt den Weg zum Sollner Tor fand.

Die zweiten 45 Minuten sollten dann die Halbzeit des Sebastian Henrici werden: Bereits eine Minute nach Wiederanpfiff war die Sollner Nummer elf zur Stelle und verwandelte eine Vorlage von Denis Falcan zur Zwei-Tore-Führung (46.). Im Anschluss mühte sich Pullach zwar um den Anschlusstreffer, konnte die TSV-Defensive um Keeper Maximilian Hassinger nicht überwinden. Und so durfte Henrici weiter an seinem Hattrick arbeiten: zunächst verwandelte er eine Steger-Vorlage zum 3:0 (65.), mit dem dritten Treffer in einer Halbzeit (74.) machte Henrici den Hattrick ebenso klar wie die Pullacher Niederlage. Gestillt hatten die Sollner ihren Torhunger aber auch beim Stand von 4:0 nicht. Zunächst beschenkte sich Marco Blanco nach Falcan-Vorlage selbst zum Geburtstag (80.), drei Minuten später zeigte der dreifache Vorlagengeber Falcan, dass er auch selbst weiß, wo das Pullacher Tor steht. Dass der Erfolg auch in dieser Höhe verdient war, musste am Ende dann auch Schmaus zugeben: „Solln gratuliere ich zu diesem hochverdienten Sieg und vor allem dazu, dass ihr sportliches Konzept langsam aufgeht. Wir wurden freundschaftlich empfangen und als guter Gast lässt man sich halt auch mal einschenken“, beweist der SVP-Coach auch nach der schmerzhaften Pleite Humor.

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