Von Null auf Hundert: Pullachs Spielertrainer Alexander Benede freut sich auf den Saisonstart.
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Von Null auf Hundert: Pullachs Spielertrainer Alexander Benede freut sich auf den Saisonstart.

Pullach auch mit Vorbereitung zufrieden

SV Pullach eröffnet mit Isartal-Derby gegen Ismaning die Bayernliga Süd

  • Umberto Savignano
    VonUmberto Savignano
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Mit einem Isartal-Derby eröffnen der SV Pullach und der FC Ismaning heute Abend an der Gistlstraße die Saison 2021/22 in der Bayernliga Süd.

Pullach – Die Hausherren hoffen, durch einen gelungenen Einstieg die dunklen Erinnerungen an die zweijährige, unvollendete Corona-Spielzeit auslöschen zu können. Abwehrchef Alexander Benede hatte 2019 Erfolgscoach Frank Schmöller beerbt und wurde in seiner Debütsaison als Spielertrainer gleich mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert. Ein personeller Umbruch, die Verletzungen der tragenden Säulen Michael Hutterer und Martin Bauer, die Pandemie-Situation, dazu der Rückzug von SVP-Urgestein Theo Liedl als Manager: All diese Faktoren trugen zum Absturz der Raben auf den vorletzten Platz bei. Letztlich sicherte erst der Abbruch wegen Corona den Klassenerhalt.

SV Pullach setzt sich einstelligen Tabellenplatz als Ziel

Nun haben sich die Voraussetzungen wieder geändert: Liedl ist als Sportlicher Leiter zurückgekehrt. Dieser träumt zwar nicht von höchsten Sphären, denn Favoriten sind für ihn der SV Donaustauf, der TSV Landsberg und ganz besonders Türkspor Augsburg („Die haben ja eine Drittligamannschaft.“). Doch es soll in jedem Fall wieder aufwärts gehen für seine Pullacher: „Sicher wirkt die vergangene Saison noch nach, denn der Abstieg wäre möglich gewesen. Deshalb ist ein guter Start umso wichtiger. Es sind aber auch einige neue Spieler dazu gekommen, die mit dem Abstiegsszenario nichts zu tun haben. Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz.“

Auf dem Weg dorthin überlässt der SVP-Macher nichts dem Zufall: Mit Orhan Akkurt hat er Benede zu dessen Entlastung, vor allem auch beim Coaching am Spieltag, einen kompetenten Co-Trainer zur Seite gestellt. „Er macht sich gut, ist ein absoluter Fachmann und hat eine gute Verbindung zu den Spielern“, lobt Liedl die Arbeit des langjährigen Top-Torjägers im gehobenen Amateurbereich, der in der Coronasaison seine aktive Laufbahn beim heutigen Gegner aus Ismaning abgeschlossen hat.

SV Pullach zufrieden mit Vorbereitung

Zufrieden ist Liedl auch mit dem Lauf der Vorbereitung: „Unterm Strich war es okay, wir haben einige Male zu null gespielt.“ Akkurt sieht darin einen wesentlichen Fortschritt: „Es war von Anfang an unsere Vorgabe, die Defensive zu stärken, denn offensiv sind wir sowieso bärenstark“, so der Co-Trainer. Allerdings traten die Raben vorwiegend gegen unterklassige Teams an, erst im Toto-Pokal beim 3:4 nach Elfmeterschießen (1:1 nach 90 Minuten) gegen den Liga-Konkurrenten TSV Schwabmünchen wurden sie von einem gleichklassigen Gegner gefordert. „Es war wichtig dass wir noch dieses Spiel hatten, das wir auch gut gestaltet haben. Diverse Undiszipliniertheiten haben uns da zwar den Sieg gekostet, aber gut, dass das letzte Woche war, denn daraus werden wir lernen und das wird nicht mehr vorkommen“, so Liedl, der heute „eine heiße Geschichte“ erwartet: „Ismaning hat sicher wieder eine ordentliche Truppe, sie hatten auch sehr gute Vorbereitungsergebnisse.“

Auf Seiten des SVP wird der im Pokal noch angeschlagen fehlende Benede wohl aufs Feld zurückkehren, so würde Luis Heinzlmeier fürs defensive Mittelfeld frei. Denn Özgür Sütlü, der den nach Landsberg abgewanderten Hutterer auf dieser Position ersetzen sollte, fehlt wegen muskulärer Probleme. Personalrochaden werde man in dieser Saison mit fünf englischen Wochen bis Mitte September ohnehin öfter als sonst erleben, glaubt Liedl: „Das ist schon Wahnsinn, wenn man so lange nicht gespielt hat und dann geht es gleich von null auf hundert. Da braucht man einen ordentlichen Kader.“

Der Kader des SV Pullach

Tor: Kaito Fuss, Marijan Krasnic, Leon Veliu
Abwehr: Alexander Benede, Daniel Brändle, Josef Burghard, Cengizhan Buyar, Luis Heinzlmeier, Mathis Horndasch, Yanis Marseiler, Simon Rauscheder, Ziad Saibou
Mittelfeld: Mälek Amdouni, Martin Bauer, Fabian Czech, Michael Dietl, Nureddin El Sayed, Justin Gaigl, Özgür Sütlü, Vincent Traub, Mart Yildiz, Max Zander
Angriff: Gilbert Diep, Christian Doll, Nasrullah Mirza, Alexander Rojek

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