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Seine Rückkehr ist unfassbar wichtig für den SV Pullach: Michael Hutterer

Der 29-jährige Kapitän über sein Traum-Comeback

Michael Hutterer vom SV Pullach: „Telefoniere täglich mit Coach Benede“

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Der Kapitän ist zurück an Bord. Am Samstag stand Michael Hutterer nach drei Monaten Verletzungspause wieder für den SV Pullach auf dem Rasen. Im Interview spricht er über seine Leidenszeit.

  • Michael „Mike“ Hutterer ist der Kapitän des SV Pullach
  • Nach einem Syndesmosebandriss kehrte er vergangenen Samstag auf den Rasen zurück
  • Im Interview spricht er über die schwere Saison des SV Pullach und sein Comeback

Servus Mike, was war das für ein Gefühl am Samstag nach so einer langen Verletzung ihr Comeback zu feiern und dann auch noch mit dem Überraschungs-Erfolg gegen die Wasserburger Löwen?

Für mich persönlich war es natürlich ein überragendes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Umso schöner natürlich, dass wir dann zusätzlich ausgerechnet gegen Wasserburg gewinnen.

Zuvor hattet ihr zwölf Partien hintereinander nicht gewonnen, wieso hat es ausgerechnet gegen Wasserburg funktioniert?

Es hatte sich in den vergangenen Partien bereits angedeutet. Die Jungs wurden griffiger in den Zweikämpfen, insbesondere die zweite Halbzeit in Kirchanschöring war sehr gut. Gegen Wasserburg machen wir das eins zu null und dann hält uns Marijan Krasnic mit einer Riesenparade im Spiel. Den Sieg hat sich die Mannschaft erarbeitet. Wir wollen den Schwung mitnehmen und auch in Ismaning am Samstag punkten.

„Ich habe mir jedes Abschlusstraining angeschaut“

Wie schwer war es während ihrer Verletzung, dass sie der Mannschaft nicht helfen konnten?

Die Zeit war sehr schlimm für mich. Ich habe mir jeden Donnerstag das Abschlusstraining angeschaut, an Spieltagen war ich sowieso immer dabei. Ich habe vor allem den jungen Spielern versucht, Tipps zu geben und ihnen von außen zu helfen.

Trainer Alex Benede verwies stets auf die Wichtigkeit ihrer Rückkehr für das Team. Haben sie dadurch auch einen gewissen Druck verspürt?

Nein, überhaupt nicht. Ich hatte viele Gespräche mit Benede und Manager Bäumel. Am 9. August wurde ich operiert. Ein Syndesmosebandriss ist kein Zuckerschlecken. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, in drei Monaten wieder auf dem Platz zu stehen. Am 9. November haben wir Wasserburg geschlagen.

Der SV Pullach hat jahrelang oben mitgespielt in der Bayernliga, nun geht es gegen den Abstieg. Wie gehen sie innerhalb des Teams damit um?

Es war nie schlechte Stimmung im Team, obwohl natürlich einige Spieler schon erfolgsverwöhnt sind. Wir wussten von Anfang an, dass es schwer werden wird. Trotzdem dachte ich nicht, dass wir da unten drin stehen würden. 

„Jeder andere Gedanke als der Klassenerhalt wäre frech“

Sie spielen seit Jahren als absoluter Leistungsträger in der Bayernliga. Wäre da die Regionalliga nicht der nächste logische Schritt?

Man macht sich sicherlich ab und zu Gedanken darüber. Und die Angebote waren auch immer mal wieder da. Ich habe mich für die Bayernliga entschieden, weil ich das Umfeld hier in Pullach sehr wertschätze. Sicher ist es eine reizvolle Liga, auch ohne Bayern und 1860, ein Muss ist sie aber für mich nicht.

Wie war ihr Kontakt zu Trainer Alex Benede in der zuletzt schwierigen Zeit?

Wir hatten und haben immer Kontakt. Telefonieren täglich, manchmal sogar mehrmals am Tag. Ich hab ihm gesagt, dass er geduldig bleiben muss. Das hat er getan. Am Wochenende hat er einem jungen Spieler die Chance gegeben für ihn zu spielen, da dieser sehr gut trainiert hat. Das fand ich sehr stark von ihm. Aber trotzdem weiß jeder, wie gerne ich mit ihm auf dem Platz stehe.

Muss sich der SV Pullach nun in den kommenden Jahren dauerhaft auf den Abstiegskampf einstellen oder wollt ihr spätestens ab der kommenden Saison wieder oben angreifen?

Im Moment denken wir nur daran, diese Saison die Klasse zu halten. Jeder andere Gedanke wäre in unserer Situation absolut frech. Wie im bayerischen Amateurfußball bekannt, kann der SV Pullach nicht aufsteigen. Und das wird sich auch nicht ändern. Deswegen wird es auch in den nächsten Jahren so sein, dass der SV Pullach ein gutes Sprungbrett für junge Spieler in die Regionalliga ist. Und ich bin sehr gerne dazu bereit, dabei mitzuhelfen.

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