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SV Pullach verpasst Wunder und steigt in die Landesliga ab

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Von: Nico Bauer

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Fabian Czesch (l.) sorgte mit dem 2:1-Führungstreffer noch einmal für ein wenig Hoffnung beim SV Pullach.
Fabian Czesch (l.) sorgte mit dem 2:1-Führungstreffer noch einmal für ein wenig Hoffnung beim SV Pullach. ©  Sven Leifer

Nach der 0:3-Heimspielniederlage gegen den TSV Dachau war schon ziemlich klar, dass der SV Pullach aus der Bayern- in die Landesliga absteigen würde.

Pullach/Dachau – So kam es dann auch, aber die Tür zum kleinen Wunder öffnete sich zwischenzeitlich schon einen Spalt weit. Letztlich schaffte Dachau mit dem 2:2 (1:1) aber den Klassenerhalt und die Schwarz-Gelben müssen in der Landesliga neu starten. Nach der 0:3-Heimniederlage war die Hypothek in Dachau groß, aber die Pullacher wollte es noch einmal versuchen und man zündete von Anpfiff Weg ein erstes kleines Feuerwerk mit dem klaren Ziel, durch ein ganz schnelles Tor Dachau zum Nachdenken zu bringen. Bei zwei Ecken brannte es lichterloh, wobei die zweite Ecke ein Dachauer Verteidiger gerade noch von der Linie kratzte. In der ersten Viertelstunde machten die den Ball schnell nach vorne kickenden Pullacher den Gastgebern Probleme und hätte da die Führung verdient gehabt.

Erst Mitte der ersten Hälfte gelang es den Dachauern, Pullachs Sturm einzubremsen. In der Phase hatten die Gastgeber etliche gute Chancen und hätten nach dem Hinspielsieg alles klarmachen können. Ricter hatte mit einem Pfostentreffer (31.) die beste Möglichkeit. Zum Ende der ersten Hälfte wurde es dann wild, als nach einer Ecke die 65er den Ball nicht weg brachten und Nils Allmang für den SV Pullach die Führung klarmachte. Dieses Momentum hielten dann aber keine 60 Sekunden, weil dann Pullach den Ball nicht konsequent klärte und man völlig unnötig die Führung herschenkte. Damit hatte sich die Gesamtsituation nur geringfügig geändert. Pullach brauchte in der zweiten Halbzeit drei Tore für die Bayernliga und wäre bei einem 4:1 wegen den Auswärtstoren durch gewesen. Und man versuchte noch einmal alles. Nach zwei Dachauer Großchancen traf Fabian Czech mit einem trockenen Flachschuss aus etwa 20 Metern. Damit fehlten noch zwei Tore und der SVP hatte seine Szenen. Zwei Freistößebrachten nichts ein. Mit einem Tor bei diesen Szenen hätte es noch eine ganz heiße Schlussphase mit dem Wunder vor Augen geben können. Pullach hatte die kleinen Momente, aber fünf Minuten vor dem Ende brachte ein Dachauer Konter den Ausgleich.

Nach dem Spiel wollte der spürbar angefressene Pullacher Interimstrainer Theo Liedl nicht viel sagen. „Dachau hat überragend gespielt und ist völlig verdient in der Liga geblieben“, sagte Liedl. Seine Mannschaft hätte für den letzten Versuch und 90 Minuten Leidenschaft ein Kompliment verdient gehabt. Das aber sagte der Interimstrainer nicht, weil er sich nicht weiter zum Spiel äußern wollte.

TSV Dachau 65 – SV Pullach 2:2 (1:1)

SV Pullach: Krasnic, Horndasch, Steinacher (46. Amdouni), Heinzlmeier (70. Gaigl), Zander, Eck, Bauer, Czech, Allmang, Gracic, Marseiler

Tore: 0:1 Allmang (45.+1), 1:1 Mario Maric (45.+2), 1:2 Czech (73.), 2:2 Kosuch (85.) Schiedsrichter: Pfister (Oberbergkirchen)

Zuschauer: 500.

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