+
Orhan Akkurt im Trikot des SV Pullach: Ab Juli kehrt er als Co-Trainer an die Gistlstraße zurück. 

Akkurt wird Co-Trainer beim SV Pullach

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
    schließen

Einen prominenten Rückkehrer kann der SV Pullach in der nächsten Saison begrüßen: Torjäger Orhan Akkurt steigt ab 1. Juli als Co-Trainer beim Fußball-Bayernligisten ein.

Pullach„Ich bin froh und stolz, dass mit Orhan ein Fachmann und Fußballverrückter zurück an die Gistlstraße kommt“, freut sich Theo Liedl, Sportlicher Leiter des SVP über den Personalcoup. Liedl, der den Raben ein Vierteljahrhundert als Spieler, Trainer und Manager verbunden war, sich im Jahr 2019 aber zurückgezogen hatte, gab selbst erst kürzlich sein Comeback beim Verein bekannt.

Nun konnte er offenbar seine guten Verbindungen in die Amateurszene nutzen. Im Fall von Akkurt sind die Bande sogar besonders eng. „Ich habe ihn damals als A-Jugendlichen nach Pullach geholt. Er hat in den letzten gut 15 Jahren in allen Amateurligen immer getroffen, war ja kurz auch in Burghausen.“ Beim Drittligisten absolvierte Akkurt in der Saison 2010/11 zwar nur vier torlose Einsätze, doch seine Bilanz im gehobenen Amateurfußball ist in der Tat eindrucksvoll. Allein in fünfeinhalb Spielzeiten beim SVP (2004 bis zur Winterpause 2006/07 und 2012 bis 2015) durfte er 144 Mal jubeln. Mit den Raben feierte er zudem 2005 den Bezirksoberliga- und 2013 den Landesligaaufstieg.

Auf Torejagd wird der 35-jährige Vollblutstürmer, der derzeit noch beim Liga-Konkurrenten FC Ismaning unter Vertrag steht (vier Saisontore in 16 Einsätzen), an der Gistlstraße allerdings nicht mehr gehen. „Er hört als Spieler auf, wird ausschließlich Trainer sein. Er hat schon eine Trainerausbildung angefangen, die wegen Corona unterbrochen ist“, erzählt Liedl. „Und eine Stelle als Co-Trainer in der Bayernliga ist zum Einstieg nicht so schlecht.“

Dass die Pullacher auf Akkurts Torriecher verzichten, folgt durchaus einem Plan: Spielertrainer und Abwehrchef Alexander Benede (32), dessen derzeitiger Assistent Christian Doll (33) ja ebenfalls noch als Angreifer aktiv ist, soll entlastet werden. Ein kompetenter Coach an der Seitenlinie fehlte den Raben im bisherigen Verlauf dieser Coronasaison, die für Benede ja die Premiere in der sportlichen Verantwortung bedeutete. Neben einem personellen Umbruch und viel Verletzungspech mag auch das zur Talfahrt des Spitzenteams der vergangenen Jahre und Bayernligameisters von 2017 beigetragen haben. Derzeit liegen die Raben auf Platz 16, müssen, falls die Saison fertig gespielt wird, um den Klassenerhalt bangen.

Auch mit Akkurts Hilfe soll es künftig wieder aufwärts gehen. „Orhan wird draußen stehen und hat das Sagen, was Ein- und Auswechslungen betrifft. Benede ist dann nur als Spieler auf dem Platz, kann vor dem Spiel und in der Halbzeit etwas sagen. Für ihn ist das eine Riesenerleichterung. Jetzt kann er sich zu hundert Prozent auf seine eigene Leistung als Spieler konzentrieren.“

Gleiches gelte für Christian Doll: „Er wird bei uns weitermachen, aber ab nächster Saison ausschließlich Spieler sein.“

Vorteilhaft sei auch Akkurts langjährige Vergangenheit an der Gistlstraße, eine lange Anlaufzeit habe dieser nicht nötig, so Liedl: „Er kennt den SV Pullach in- und auswendig, hat hier große Erfolge gefeiert. Das ist einfach eine perfekte Lösung.“

Als aktiver Spieler
hört der
Torjäger auf

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare