Orhan Akkurt trifft am Wochenende auf seinen ehemaligen Chef.
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Orhan Akkurt trifft am Wochenende auf seinen ehemaligen Chef.

Hohe Qualität beim Gegner

SV Pullach vor Wiedersehen mit Benede und Hutterer

  • Umberto Savignano
    VonUmberto Savignano
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Zum zweiten Mal in Folge kommt es für den Fußball-Bayernligisten SV Pullach zu einem Aufeinandertreffen mit einem Ex-Trainer.

Pullach - Eine Woche nach dem 2:2 gegen die von Frank Schmöller betreute U21 des TSV 1860 München gastieren die Raben am Samstag (14 Uhr) beim TSV Landsberg, wo kürzlich Alexander Benede angeheuert hat.

Benede war an der Gistlstraße lange aktiv gewesen, seit 2019 als Spielertrainer. Nach dem ersten Spieltag der laufenden Saison hatte er überraschend seinen Rücktritt erklärt. In Landsberg ist der 33-Jährige allerdings nur Spieler. Und gegen den SVP gibt es nicht einmal ein Wiedersehen auf dem Feld: Benede sah in der vorletzten TSV-Partie beim 1:1 gegen Kottern Rot und ist gesperrt. Der Platzverweis in seinem dritten Einsatz passt zum etwas unglücklichen Start des Defensivspielers am Lech: Zuvor hatte er zweimal verloren (1:2 gegen Dachau 65 und 1:3 bei Spitzenreiter SpVgg Hankofen-Hailing). Zuletzt fanden die ambitionierten Landsberger mit einem 1:0-Sieg in Gundelfingen aber in die Erfolgsspur zurück.

Akkurt lobt hohe Qualität von Landsberg

Ob mit oder ohne Benede, interessiert dessen Nachfolger in Pullach wenig: „Das spielt keine Rolle. Landsberg war vorher stark und ist mit ihm auch stark“, sagt Orhan Akkurt vor der Partie beim Tabellensechsten. „Sie haben die Qualität, um nach oben auf Schlagdistanz zu bleiben, haben in Gundelfingen nicht nur ohne Benede, sondern auch ohne Steffen Krautschneider und Sebastian Schmeiser (beide verfügen über viel Regionalliga-Erfahrung - d. Red.) gewonnen.“

Für hohes Niveau bürgt bei den Landsbergern noch ein weiterer Ex-Pullacher: Michael Hutterer, der im Sommer zum TSV wechselte und dort nun, neben Muriz Salemovic, als Spielertrainer fungiert. „Mike ist ein unfassbar guter Fußballer, aber vor allem auch ein feiner Charakter“, sagt Orhan Akkurt, der aber bei allem Respekt vor dem Gegner eine Chance wittert: „Wir können an einem guten Tag jeden schlagen, müssen dafür aber immer 100 Prozent geben. Gegen solche Top-Teams brauchen wir vielleicht sogar mehr, 100 plus Wille, und das haben wir bisher sehr gut gemacht.“

Immer schlimmer wird indes die Personalsituation. Zuletzt gegen die Löwen hat es Fabian Czech erwischt: Riss des Syndesmosebands. „Er hat sich am Anfang schwer getan, da war noch ein bisschen jugendlicher Leichtsinn dabei, aber er hat sich sukzessive herangekämpft, war in sehr guter Form und gegen Sechzig sogar in der Startelf“, bedauert Akkurt zwar den 19-Jährigen, ansonsten lautet seine Devise aber: „Jammern hilft nichts. Mit der Situation müssen wir klarkommen. Da müssen die Jungs, die eigentlich noch nicht so weit sind, doch so weit sein.“ So wie Elias Eck, der aufgrund der Rotsperre von Luis Heinzlmeier schon gegen 1860 als Innenverteidiger aushalf, zuvor schon im Mittelfeld und als Außenverteidiger auflief. „Es ist elementar, seine Aufgaben zu erfüllen und er nimmt alles an, macht, was man ihm sagt“, lobt Akkurt den vielseitigen 19-Jährigen für dessen vorbildliche Einstellung.

SV Pullach: Krasnic - Burghard, Eck, Bauer, Horndasch), Amdouni, Gaigl, Lopes, Yildiz, Zander, Diep

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