Elfmeterkiller Marjan Krasnic
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Elfmeterkiller Marjan Krasnic

SV Pullach übersteht dramatische Schlussphase gegen TSV Landsberg

Zwei Elfmeter und zwei rote Karten

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Nach dem 2:0 (0:0)-Heimsieg über den Mitkonkurrenten TSV Landsberg ist der SV Pullach im Kampf um den direkten Klassenerhalt bei zwei Punkten Rückstand zum rettenden Ufer wieder voll dabei.

 „Wir haben vorher gesagt, dass das ein richtungsweisendes und für die Stimmung sehr wichtiges Spiel ist“, zeigt sich Robert Bäumel zuversichtlich. Auch die Leistung macht dem Manager Mut: „Es war eine sehr gute Partie mit schönen Aktionen auf beiden Seiten.“

Zwei Elfmeter

Wobei die Pullacher im ersten Durchgang durch Gilbert Diep per Kopf und Özgür Sütlü, die jeweils das Ziel verfehlten, zwar die besseren Chancen hatten, aber auch nur knapp an einem Rückstand vorbeischrammten: Ihr Torwart Marjan Krasnic parierte einen von Orkun Tugbay getretenen Foulelfmeter in Klasse-Manier (30.). Bäumel zweifelte die Berechtigung des Strafstoßes allerdings leise an. Zwar war Simon Rauscheders Foul unstrittig, doch: „Viele Zuschauer haben gesagt, dass der Landsberger Stürmer vorher im Abseits war.“

Krasnic verhinderte mit seiner Glanztat weitere Diskussionen und schuf die Basis für einen aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten SVP-Sieg. „Da haben wir sehr druckvoll und mutig gespielt“, lobte Bäumel.

Nach einigen vergebenen Möglichkeiten war es wiederum ein Elfmeter, der den Raben auf die Sprünge half: Nach einer Attacke an Max Zander nutzte Gibert Diep die Chance vom Punkt eiskalt (74.). „Wir haben dann weiter nach vorne gespielt. Von Landsberg war wenig zu sehen“, so Bäumel.

Zwei Rote Karten

Das änderte sich erst in den hektischen Schlussminuten: Erst sah Pullachs Spielertrainer Alexander Benede Rot, weil er seinem Gegenspieler ins Gesicht fasste (83.). „Da hat er sich provozieren lassen, weil er kurz vorher einen Ellenbogenschlag in die Rippen bekommen hat“, ärgerte sich der SVP-Manager über die kleine Unbeherrschtheit. „Die Hand hat da oben nichts verloren, aber Alex selbst hat gesagt, es war keine Absicht, er wollte ihn an der Schulter wegschieben.“ In Unterzahl geriet der SVP durch den Platzverweis nur kurz, weil Landsbergs Andreas Fülla nur eine Minute später ebenfalls mit Rot bestraft wurde.

Die Gäste warfen nun aber alles nach vorn. Dadurch ergaben sich Räume für die Raben, und das nutzte Henri Koudossou nach einem langen Ball per schönem Heber über den Torwart hinweg zum 2:0 (90.+3). „Die Mannschaft hat sich heute für ihre sehr gute Vorbereitung belohnt“, strahlte Bäumel. 

TSV LANDSBERG 2:0

SV Pullach: Krasnic - Brändle (90.+3 El Sayed), Jobst, Benede, Rauscheder, Koudossou, Gaigl (86. Saibou), Hutterer, Sütlü, Zander, Diep (86. Penic)

Tore: 1:0 Diep (74., Foulelfmeter), 2:0 Koudossou (90.+3)

Besondere Vorkommnisse: Kransic hält Foulelfmeter von Tugbay (30.) Rot für Benede (83.) und Landsbergs Fülla (84.)

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