Trainer Radlmaier gewinnt der Nullnummer eine positive Seite ab

- Wer die Höhepunkte suchte, musste diesmal ganz genau hinschauen. Das waren bei der Neufahrner Nullnummer gegen Fürstenfeldbruck II rechts der Tribüne das neueste Modell von VW und zum anderen die funktionierende Taktik. Nach vorne ging diesmal gar nichts, aber wenigstens gab sich der FCN erstmals in dieser Saison hinten 90 Minuten nicht eine einzige Blöße. "Ich bin nicht unzufrieden", resümierte deshalb auch Trainer Christian Radlmaier. Er erinnerte auch an den Saisonbeginn, "als wir solche Spiele dann noch mit 1:0 verloren haben."

Das erste Spiel der Rückrunde war taktisch sicher ein Schritt nach vorne, auch wenn sich die frierenden Zuschauer an einem ungemütlichen Freitagabend eigentlich eine andere Form der Unterhaltung gewünscht hätten. Nach vorne waren die Neufahrner bemüht, aber einfach chancenlos. Fürstenfeldbruck wollte - egal, wie - einen Punkt und den holte man sich mit einem nicht zu knackenden Defensivbollwerk. Dieses betrachtete nicht nur Herbert Neumaier mit einer Mischung aus Resignation und Bewunderung: "Die haben gemauert wie die Sau. So geht's."

Auch seinem Trainer blieb nichts anderes übrig, als festzustellen, "dass wir uns heute nach vorne einfach nicht durchsetzen konnten." Man habe zu wenig Bewegung gezeigt in einem Spiel, dass er als Trainer keinen Deut anders erwartet hatte. Nur eine kleine Phase gab es, in der die Neufahrner drauf und dran waren, die Partie von seinen taktischen Fesseln zu befreien. Nach einer Stunde rollte beim Schuss von Michi Klier die Kugel Zentimeter am Tor vorbei und wenig später machte der ansonsten überragende Schiedsrichter Hitzelsperger seinen einzigen Fehler, als der Elferpfiff für den FCN ausblieb.

Der zu Fall gekommene Christian Radlmaier jedenfalls bestätigte die Version pro Strafstoß: "Ich habe mich durchgesetzt, wurde in die Zange genommen und von beiden Verteidigern klar berührt." Pech also auch noch, aber Neufahrn hatte den Sieg auch nicht so richtig verdient - Fürstenfeldbruck noch weniger. Am Ende konnten ja auch alle ganz gut mit der Punkteteilung leben und feierten die eigenen Sicherheitstaktiken als Star des Abends.

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