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Spielertrainer Markus De Prato: „Unser Ziel ist eine harmonische Truppe mit Spielern aus dem Ort, die sich nach dem Spiel auch noch auf ein Bierchen zusammensetzen.“

„Unsere Jungs sollen sich wieder mit dem Verein identifizieren.“

Für Markus De Prato ist Grasbrunns sportliches Abschneiden zweitrangig

  • Patrik Stäbler
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Zum Jahresabschluss ist der Kreisklassist TSV Grasbrunn in einem nervenaufreibenden Duell beim TSV Steinhöring zu einem 3:3 gekommen – doch fast noch wichtiger ist Spielertrainer Markus De Prato, was sich vor der Partie ereignete.

Grasbrunn – So habe sich seine Mannschaft bereits früh morgens getroffen, um mit einer Fahnenabordnung des Vereins anlässlich des Volkstrauertags zur Kirche zu ziehen. „Das sind so kleine Dinge, die aber wichtig sind auf dem Weg dorthin, wo wir hinwollen“, sagt der Coach. „Unsere Jungs sollen sich wieder mit dem Verein identifizieren.“

In der Vorsaison ist De Prato als Spieler zu seinem Heimatklub zurückgekehrt, wo sein Vater immer noch Platzwart ist. Im Sommer übernahm er dann wie geplant den Trainerjob von Hans Reitinger. „In den letzten Jahren ist vieles im Verein nicht so gut gelaufen“, sagt De Prato offen. „Ohne den Einsatz von Leuten wie Hans Reitinger wäre die Herren-Abteilung zu Grunde gegangen.“ Sein Vorhaben sei es nun, langfristig wieder etwas aufzubauen: „Unser Ziel ist eine harmonische Truppe mit Spielern aus dem Ort, die sich nach dem Spiel auch noch auf ein Bierchen zusammensetzen“.

Das sportliche Abschneiden in dieser Saison sei dabei zweitrangig: „Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben, und auch nach oben wird nicht viel gehen“, glaubt De Prato. „Wir können also eine sorgenfreie Saison spielen und vor allem unserer jungen Spieler einbauen.“ Von bislang zwölf Partien hat der TSV bloß zwei verloren – aber auch nur vier gewonnen. Und so überraschte es kaum, dass die Remis-Könige aus Grasbrunn auch im letzten Auftritt des Jahres unentschieden spielten.

Wobei das Ergebnis angesichts der zweiten Hälfte „ein gewonnener Punkt“ sei, resümiert De Prato. Nachdem sein Team lange überlegen gewesen und dreimal in Führung gegangen sei, habe eine Ampelkarte für den Gegner die Grasbrunner komplett aus der Bahn geworfen. „Da haben wir auf einmal aufgehört, Fußball zu spielen“, hadert De Prato. In der Folge hatte Steinhöring in Form von zwei Elfmetern dicke Siegchancen. Doch Keeper Alexander Stephinger parierte beide Strafstöße und sicherte seiner Elf somit einen Punkt.

TSV Steinhöring – TSV Grasbrunn 3:3 (2:2)

Grasbrunn: Stephinger, Fotiadis, Holländer, Hollerith, Strauss (13. Jantscher/85. Schmid), Wittig, Brunner (62. Iannotta), Plank, Listl, De Prato, Oberndörfer.

Tore: 0:1 Holländer (9.), 1:1 Lechner (31.), 1:2 Listl (44.), 2:2 Lechner (45.), 2:3 Brunner (46.), 3:3 Lechner (60.).

Gelb-rot: Bachleitner (64.)

Schiedsrichter: Hitzlsperger (VfB Forstinning) – Zuschauer: 20.

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