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TSV Ottobrunn will rauf in die Bezirksliga

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Von: Umberto Savignano

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Ottobrunns Trainer Tim Müllmaier ist von der Qualität seines Kaders überzeugt.
Ottobrunns Trainer Tim Müllmaier ist von der Qualität seines Kaders überzeugt. © Robert Brouczek

Mit großen Ambitionen ist der TSV Ottobrunn in die Kreisligasaison gestartet: Das erklärte Ziel heißt Aufstieg in die Bezirksliga.

Ottobrunn Gegen Ende seines Urlaubs vor gut zwei Wochen erreichten Tim Müllmaier schlechte Nachrichten: Das Auftaktspiel seiner Ottobrunner, zuhause gegen den FC Rot-Weiß Oberföhring, ging mit 2:4 verloren. So hatte sich das der Spielertrainer nicht vorgestellt: „Oberföhring zähle ich zu den besseren Mannschaften in der Liga, aber vier Gegentore sind zu viel. Mein Co-Trainer Tobias Grill hat mir auch berichtet, dass es letztlich verdient war.“

Misslungener Einstieg in die Saison

Eine Änderung der Saisonvorgabe kam für Müllmaier nach dem misslungenen Einstieg aber keinesfalls in Frage. Der 28-Jährige sieht seine Mannschaft reif für die Rückkehr in die Bezirksliga: „Nach unserem Abstieg 2018 haben wir den Umbruch ganz gut vollzogen und uns alle gut zusammengefunden. Wir hatten jetzt nur Abgänge, die weggezogen sind oder aus beruflichen Gründen nicht mehr können. Dafür haben wir einige gute Leute aus der eigenen Jugend dazubekommen, auch ein, zwei externe Neuzugänge“, hofft Müllmaier, dass sich sein Team nach dem sechsten Platz in der Coronasaison jetzt für die kontinuierliche Arbeit belohnt. „Deshalb haben wir als Trainerteam klar kommuniziert, dass wir aufsteigen wollen. Nachdem wir zuletzt gesagt hatten, wir wollen eine gute Rolle spielen, fanden wir, dass wir jetzt ein mutiges Ziel ausgeben sollten.“

Was Müllmaier außerdem zuversichtlich stimmt, ist die Kaderbreite: „Das ist unsere Stärke gegenüber der vergangenen Saison. Wir haben zwar immer einige Leute, die beruflich eingespannt sind, so, wie Noah Jeremies, der unter der Woche in Salzburg ist und immer versucht, am Donnerstag zum Training zu kommen. Aber dieses Jahr habe ich fast 30 Spieler.“

Kaderbreite stimmt Müllmaier zuversichtlich

Das liegt auch daran, dass der TSV zunehmend die Früchte der Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre erntet. Von den Neuzugängen aus der eigenen Jugend hebt Müllmaier drei besonders heraus: „Michi Hans hatte beim 2:0 in Grafing seinen ersten Einsatz, er liefert sich mit Alexander Weßel ein Torhüterduell auf Augenhöhe. Nico Schweiger hat sich in der Vorbereitung in die Startelf gespielt und seine Chance genutzt, er hat schon seine zwei Buden gemacht.“ Der Keeper und der Stürmer sind beide 19, sogar erst 18 ist das dritte Talent, das der Coach lobt: „Philipp Gassner macht als Defensivmann seine Sache sehr solide.“

Das Besondere an dem Trio ist die enge Beziehung zum Coach: „Diese Jungs habe ich in meinen Anfängen als Trainer schon in der U11 betreut. Die Jungs sind charakterlich einwandfrei und es hilft natürlich, dass man sich schon so lange kennt. Da hat man einen guten Draht zueinander.“

Auch das könnte ein Stabilitätsfaktor sein, denn Müllmaier fordert nach einer Saison der Schwankungen zwischen Top-Leistungen gegen Spitzenteams und Ausrutschern gegen schwächere Gegner vor allem mehr Konstanz. Nach der Auftaktpleite scheinen die Ottobrunner schon mal in die richtige Richtung zu steuern. Beim Bezirksligaabsteiger Phönix München, derzeit Tabellenzweiter, gab es ein 3:3, bei dem nur die Schlussphase ärgerlich war. „Da haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, können eigentlich schon 4:1 oder 5:1 führen, bekommen dann aber durch lange Bälle spät zwei Gegentore, wo einfach die Konzentration gefehlt hat“, so Müllmaier. „Das Spiel hat aber auch gezeigt, dass wir vorne mitmischen können. Generell glaube ich, dass die Kreisliga in dieser Saison sehr ausgeglichen ist.“

Am Sonntag gegen Schlusslicht Grafing

Den nächsten Schritt nach vorne hat der TSV mit dem 2:0 in Grafing unternommen. Beim ersten Saisonsieg wurden die Vorgaben vorbildlich umgesetzt: Ich wünsche mir schon, dass meine Mannschaft dominant auftritt, aber nach sieben Gegentoren in den ersten zwei Spielen, hieß es in Grafing erst einmal kompakt zu stehen.“ Das wird auch künftig das Erfolgsgeheimnis sein, glaubt Müllmaier: „Wenn wir hinten die null halten oder nur ein Tor kassieren, haben wir die große Chance zu gewinnen, denn vorne treffen wir immer.“ Am Sonntag (13.30 Uhr) zuhause gegen das punktlose Schlusslicht VfB Forstinning II sollte ein Sieg Pflicht sein, doch Müllmaier warnt vor dem Aufsteiger: „Wir lassen uns nicht blenden. Deren Erste spiel schon am Freitag, da weiß man nie, ob nicht zwei, drei Kicker von oben mit dabei sind.“

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