Die Ottobrunner (blau) konnten ihr spätes Pech lange nicht fassen.
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Die Ottobrunner (blau) konnten ihr spätes Pech lange nicht fassen.

Bitteres Spielende für Ottobrunn

TSV Ottobrunn verspielt sicher geglaubten Sieg in der Nachspielzeit

  • vonMarion Hussmanns
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Obwohl es lange nach einem Sieg für den TSV aussah, bekamen die Ottobrunner kurz vor Schluss zwei Gegentore zum Remis eingeschechenkt.

Ottobrunn - „Zwei Punkte verschenkt“ lautete das Resümee von Tim Müllmaier zum 3:3 des TSV Ottobrunn gegen den Tabellenvorletzten SC München. Dabei spielte der Spielertrainer eine Schlüsselrolle, über die er sich selbst am meisten ärgerte.

Aber von Beginn an: Obwohl die Gäste den TSV immer wieder unter Druck setzten, führte Ottobrunn nach einer halben Stunde 2:0. Nach einem Konter war Simon Pleninger allein auf den SC-Keeper zugelaufen und hatte eiskalt zum 1:0 verwandelt (17.). Eine Freistoß-Flanke von Tobias Grill nutzte Marius Flecke per Kopf zum 2:0 (32.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff meldete sich München mit dem 2:1 zu Wort, nachdem der Ball zweimal abgeblockt worden und dann dem Stürmer Andre Meier direkt vor die Fuße gerollt war.

TSV Ottobrunn verspielt Sieg in den letzten Spielminuten

Die zweite Hälfte setzte sich ähnlich fort. TSV-Torwart Michael Hans musste zweimal mit „überragenden Paraden“ den Vorsprung retten. Es folgte ein klarer Strafstoß, nachdem Diyar Abay vom gegnerischen Torwart gefoult wurde, den Müllmaier selbst im Tor unterbrachte. „Ich habe mich getraut“, so der Fußballlehrer, der das Elfmeter-Schießen üblicherweise seinen Nebenmännern überlässt.

Die 83. Minute war dann entscheidend: Nach seiner ersten Gelben Karte (38.), als der Schiedsrichter Müllmaiers „Hey“-Ruf wohl falsch interpretiert hatte, folgte nun Gelb-Rot, als er einen Stürmerangriff klären wollte. Der Schiedsrichter sah das allerdings als „Ball-Wegschlagen“, was der Spielertrainer jetzt aber doch für „überzogen“ hielt. Zwei Freistöße für München brachten am Ende das 3:3 (90./90 + 2). Müllmaier resümierte: „Ich nehme die Schuld auf mich. Wären wir mit elf Mann zum Ende gekommen, hätten wir gewonnen“.  hu

TSV Ottobrunn – SC München 3:3 (2:1).

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