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Mannschaftsbild: FC Deisenhofen

FCD trifft auf Mannschaft mit neuem Coach

Der unglaubliche Marsch Deisenhofens durch die Vorrunde

FC Deisenhofen - Alles andere als eine amüsante Landpartie erwartet Trainer Peter Schmidt für seinen FC Deisenhofen am Samstag (15 Uhr) beim SV Chiemgau Traunstein.

Allein schon deshalb, weil die Hausherren vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Landesliga Südost auf den berühmten neuen Besen setzen. Jochen Reil heißt der neue Mann auf der Bank des mit Rang 13 bisher hinter den eigenen Erwartungen zurückgebliebenen ambitionierten Aufsteigers. Der 44-Jährige war erst kürzlich beim letztjährigen Bezirksliga-Vizemeister SV-DJK Kolbermoor zurückgetreten. „Er hat dort gute Arbeit geleistet, lässt gern offensiv spielen, bevorzugt bestimmte Systeme“, erzählt Schmidt. „Trotzdem ist völlig offen, was genau auf uns zukommt.“ Klar sei nur eins: „Ungemütlich wird es auf alle Fälle: Zehn Prozent legst du gegen den Tabellenführer drauf, zehn Prozent wegen des neuen Trainers und nochmal zehn Prozent wegen der 600 Zuschauer, die wahrscheinlich kommen. Das sind 130 Prozent.“

 

Gerade die große Kulisse könnte aber seiner Mannschaft taktisch in die Karten spielen, hofft Schmidt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dich vor so vielen Leuten hinten reinstellst.“ Personell sind die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der FCD-Erfolgsserie von zuletzt neun Siegen am Stück gegeben. „Alle sind fit“, verkündet Schmidt einmal mehr. Damit das so bleibt, dosiert der 32-Jährige das Trainingsprogramm: „Was soll ich den Spielern abends bei zwei, drei Grad noch beibringen. Da geht es nur darum, das Niveau zu halten und Freude und Spaß am Fußball zu bewahren.“ Und dazu taugt auch schon mal eine Trainingseinheit weitab vom grünen Rasen: „Am Montag waren wir in der Sauna und ein bisschen schwimmen“, berichtet der Trainer, der aufgrund des vollen Kaders auch gut rotieren lassen kann. „Wir haben noch fünf harte Wochen. Einige Spieler haben 1700 Spielminuten in den Beinen, inklusive Pokal. Die Vorbereitung kommt auch noch dazu. Deshalb werde ich auf einigen Positionen wechseln.“

 

Ziemlich sicher werden Andreas Martin und Florian Radlmaier in die Startelf rücken. Aber wer muss raus? Um herauszufinden, wer müde ist, hat Schmidt einen überraschenden Ansatz: „Ich frage die Spieler. Die sehen sich mittlerweile als Gemeinschaft und sind bereit, sich dem Ziel unterzuordnen.“ Der Fußball-Lehrer ist überzeugt davon, dass er ehrliche Antworten bekommt, weil niemand befürchten muss, ein Bankdrücker zu bleiben. „Die Spieler sehen, dass der Weg immer wieder zurück in die Mannschaft führt.“ Wegen der ständigen Umbesetzungen gebe es derzeit keine Quertreiber: „Auch der ausgewechselte Spieler freut sich bei einem späten Tor mit.“ Sicher ein Erfolgselement für den schier unglaublichen Marsch durch die Vorrunde. Dass auch die zweite Saisonhälfte 45 Punkte einbringt, glaubt Schmidt allerdings nicht. Er wäre mit wesentlich weniger schon zufrieden: „Für uns gilt weiter: Zuhause gewinnen, auswärts einen Punkt. Dann hätten wir am Ende 79 Punkte“, rechnet er vor. „Wenn du dann nicht zumindest Zweiter bist, wäre es zwar bitter. Aber ich würde den Jungs dafür bestimmt nicht den Kopf abreißen.“

FC Deisenhofen: Kottmüller - Muggesser, Nickl, Radlmaier, Vodermeier, Finster, Martin, Martin Mayer, Yimez, Markus Mayer, Tschaidse

Quelle: fussball-vorort.de

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