Eng wird es für die Unterföhringer auch gegen TSV Dachau. F: Latzel

FC Unterföhring vor Dachau-Kracher: Titelhungrig

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FC Unterföhring – Wer gewinnt, hat gute Laune. Seriensieger haben unschlagbar gute Laune. Wie beispielsweise der FC Unterföhring. Und noch besser wird die Stimmung beim Blick auf den Kader: Für das Bayernliga-Topspiel gegen den TSV Dachau 65 (Samstag, 14 Uhr) gibt es fast zu wenig Platz fürs Personal auf dem Spielbericht. Reine Luxusprobleme und beste Voraussetzungen mit Blick auf den angepeilten Regionalliga-Aufstieg.

Auf den offiziellen Spielbericht dürfen Fußballvereine nur sieben Spieler schreiben, aber beim FCU ist derzeit jeder fit. In Pullach staunten die Zuschauer am vergangenen Wochenende nicht schlecht, als sich bei der Gästemannschaft ein Torwart und zehn Feldspieler in der Pause warm hielten. Das erinnerte an Testspiele von Bundesligisten, die gerne zur Halbzeit elf Spieler austauschen.

In Unterföhring sind es zwischenmenschliche Beziehungen und psychologische Kniffe, die die Mannschaft zusammenhalten. „Bei mir sitzt keiner auf der Tribüne“, sagt Trainer Andreas Pummer. Außerhalb des offiziellen Spielberichts schreibt der FCU sein gesamtes Personal auf die Aufstellungen. Pummer erwartet auch von den nicht Kickern außerhalb des Spielberichts, dass sie sich umziehen und auf der längsten Bank der Bayernliga Platz nehmen. Natürlich gibt es auch beim FC Unterföhring unzufriedene Spieler, aber „selbst die Unzufriedenen treiben die Mannschaft mit an“, sagt Pummer, den dieser Zusammenhalt begeistert.

Der Trainer widerspricht FCU-Präsidenten Franz Faber, für den sechs Punkte zum direkten Aufstieg in die Regionalliga fehlen. „Sechs Punkte reichen nicht, und Dachau ist auch kein Matchball“, sagt Pummer. Der FCU als Zweiter spielt gegen den Fünften, der zehn Punkte Rückstand und ein Spiel weniger hat. Mit einem Sieg könnte Dachau die Unterföhringer wohl nicht mehr einholen. Aber „wer sich hohe Ziele setzt, der schaut immer nach oben“, sagt der FCU-Trainer. Sieben Siege in Folge gab es, sieben Siege in Folge sollen es noch werden, bis zu Pummers Abgang.

Und natürlich will der FCU den SV Pullach, der nicht aufsteigt, noch vom Tabellenthron stoßen. Klappt das, wäre es für Pullach das Vize-Triple in der Bayernliga. Pummer will Meisterschaft und Aufstieg. Und er ist selbstbewusst: „Jeder unserer Gegner würde lieber gegen irgendeine andere Mannschaft spielen.“

Voraussichtliche Aufstellung: Fritz – Schlottner, Brandstetter, Kelmendi, Putta – Büchel, Kain – A. Arkadas, Kubica, T. Arkadas – Faber.

Quelle: fussball-vorort.de

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