In Unterzahl nicht den Kopf verloren

- SVH erkämpft sich 3:2 gegen Freising

Heimstetten - Seinen Ruf, sich nie aufzugeben und bis zum Letzten zu kämpfen, hat sich der SV Heimstetten auch im Heimspiel gegen den SC Eintracht Freising bewahrt. "Das ist mittlerweile ein Markenzeichen meiner Mannschaft", freute sich Trainer Frank Schmöller. Mit dem 3:2 (2:1) im "richtungsweisenden Spiel" konnte seine Truppe "glückliche, aber verdiente drei Punkte" einfahren und den Anschluss zum oberen Tabellendrittel herstellen. Auf den siebten Platz der Landesliga Süd ist der SVH vorgerückt. "Nicht schlecht für einen Aufsteiger."

Dabei erwischte Heimstetten alles andere als einen Start nach Maß. Schon in der 1. Minute erzielte Rainer Hörmannsperger nach einem Eckball von Andreas Schwarz per Kopf die Führung für die Freisinger. Postwendend glich Michael Schien aus (4.), das Spiel des SVH wurde aber keinesfalls besser. Einzig Torwart Mario Bartulovic war es zu verdanken, dass Heimstetten nicht erneut in Rückstand geriet. Mit einem tollen Reflex entschärfte er einen Volleyschuss von Andreas Apold (10.). In der Folgezeit brachten die Gastgeber das Spiel zunehmend unter Kontrolle. Nach zwei Großchancen durch Thomas Wolf (20.) und Michael Nissl (26.) war in der 31. Minute Patrick Nutz zur Stelle und markierte die verdiente 2:1-Führung.

Nach der Pause brachten sich die Heimstettner selbst in Bedrängnis: Zunächst führte ein unnötiges Foul von Sebastian Kindermann zu einem Strafstoß - Anton Kopp verwandelte sicher (60.) - und nur vier Minuten später wurde Valentin Greza wegen wiederholten Foulspiels des Feldes verwiesen. Bravourös steckten sie auch diese Rückschläge weg: Erst setzte Wolf einen Freistoß aus 21 Metern auf die Latte (72.), drei Minuten später machte er es vom Elfmeterpunkt besser. Gegen Ende des Spiels hätte der eingewechselte Florian Daiberl für die endgültige Entscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten (84.). Freising kam kaum mehr zum Zug, einzig nennenswerte Aktion war der Platzverweis von Robert Loidl wegen Reklamierens (90.).

Nicht ganz zufrieden war Schmöller mit der spielerischen Leistung seiner Mannschaft: "Es kann nicht sein, dass wir immer drei Tore schießen müssen, um zu gewinnen." Einen Grund dafür konnte Schmöller nicht nennen. "Ich bin im Moment etwas ratlos und mit meinem Latein am Ende." Das müsse er im Training dringend ansprechen. "Sonst werden wir Probleme bekommen", fürchtet Schmöller mit Blick auf die nächsten Spiele. Michael Leitner SV Heimstetten: Bartulovic, Kindermann, Potenza, Rappl, Riegger, Wolf, Schien, Kelletshofer, Greza, Nissl (79. Daiberl), Nutz (66. Hock). Tore: 0:1 Hörmannsperger (1.), 1:1 Schien (4.), 2:1 Nutz (31.), 2:2 Kopp (60./Foulelfmeter), 3:2 Wolf (75./Foulelfmeter). Gelb-Rot: Greza (wiederholtes Foulspiel), Loidl (Meckern). Schiedsrichter: Johannes Hartmeier (Landshut). Zuschauer: 130.

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