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Benjamin Flicker war bis zur Winterpause Trainer des TSV Aiglsbach in der Landesliga Mitte. In der Rückrunde möchte er mit dem VfR Garching den Klassenerhalt in der Regionalliga schaffen.

Neuer Trainer im großen Interview

So will Benjamin Flicker den VfR Garching retten

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Der VfR Garching überwintert auf dem letzten Platz in der Regionalliga Bayern. Nun handelt der Verein und holt Benjamin Flicker  vom TV Aiglsbach mit ins Boot. 

Der VfR Garching startet mit einem neuen Trainer in die Restsaison. Der Tabellenletzte der Regionalliga verpflichtet Benjamin Flicker als neuen Coach. Dieser trainierte bis dato die 1. Mannschaft des TV Aiglsbach in der Landesliga.

Wie kam es zu dem Wechsel in der Winterpause?

Über einen Spielerberater ist der Kontakt zu den Verantwortlichen des VfR Garching entstanden. Wir haben mehrere Gespräche geführt und uns ausgetauscht. Ich war sehr überzeugt von diesen Gesprächen. Der sportliche Reiz hat es mir angetan. Wenn ich zurückschaue, sehe ich einen Verein mit einem Top-Ruf und tollen Rahmenbedingungen. Mir hat das Gesamtpaket am Ende einfach gefallen. 

Das Selbstvertrauen der Mannschaft muss wieder zurück

Welche Ziele willst du mit dem VfR Garching erreichen?

Priorität hat der Klassenerhalt. Ich will von den Abstiegsplätzen wegkommen. Es ist eine schwierige Aufgabe, aber ein machbare.  Ich will den Jungs das Selbstbewusstsein wieder zurückgeben. Sie sollen neue Spielideen sammeln und erarbeiten. Jedes Rädchen soll ins andere greifen. Die entscheidenden Situationen müssen wieder auf unserer Seite liegen. Ich will mit der Mannschaft ein System entwickeln, dass sie wohlwollend anwenden werden.  

Welche Impulse möchtest du in der Vorbereitungsphase setzen?

Mir ist wichtig, dass jeder Spieler eine Aufgabe bekommt, wo er weiß, was er in der jeweiligen Situation zu tun hat. Ich will die klassischen Missverständnisse vermeiden. Solche Inhalte müssen trainiert und eingeschliffen werden. Mein Ansatz ist es, den Jungs eine Spielidee zu verinnerlichen. Nur so können wir die nötigen Torchancen kreieren, damit wir wieder punkten können. Das Ziel soll es sein, dass die Jungs wieder Selbstvertrauen haben und ihre Fähigkeiten wieder lernen wertzuschätzen.  

Neuzugänge sind zu erwarten bei

Dürfen sich die Fans des VfR Garching auf Neuzugänge in der Winterpause freuen?

Wir haben bereits Kontakt zu ein paar Spielern aufgenommen. Einige sind uns schon ins Auge gefallen. Namen kann ich zu dem jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, weil noch kein Transfer fix ist. Dennoch gehe ich davon aus, dass wir zu Beginn der Restsaison den einen oder anderen Neuzugang in unseren Reihen begrüßen können. Ein Abwerben von ehemaligen Spieler aus meinem Ex Verein wird es seitens von mir und dem VfR Garching nicht geben.

Wie ist deine Gefühlslage, nachdem der Wechsel zum VfR Garching perfekt war?

Ich habe immer noch das Gefühl einer unvollendeten Aufgabe, weil der Wechsel mitten in der Saison kam. Die Gegebenheiten sind eben so, dass Garching eine sofortige Lösung benötigt hat. Somit musste ich mich kurzfristig damit auseinandersetzen. Ich gehe mit einem traurigen und glücklichen Auge. Ich hatte beim TV Aiglsbach eine sehr erfolgreiche Zeit, die mich geprägt hat. Dennoch schaue ich voraus auf die Zeit mit dem VfR Garching in der Regionalliga. 

Flicker freut sich auf die Klubs der Regionalliga

Du warst Trainer bei der U16 des  FC Ingolstadt 04. Was für Unterschiede hast du dort wahrgenommen?

Während die Spieler bei Aiglsbach neben dem Beruf ihr Hobby nachgehen, betreiben die Jugendlichen in Ingolstadt bereits einen enormen Aufwand um Profis zu werden. Dort wird alles andere untergeordnet. Wobei es auch bei Amateurvereinen viele ambitionierte Spieler gibt. Ich denke, dass es eher um Kleinigkeiten geht. Bei einem Proficlub bestehen einfach mehr Möglichkeiten in jeglicher Hinsicht. 

Welche Bedeutung werden die Spiele in der Regionalliga für dich haben und wie willst du die Mannschaft auf die Hochkaräter einstellen?

Natürlich freue ich mich auf die Partien gegen die Zweitvertretungen der ganz großen Clubs in Deutschland. Es wird aber gegen jeden Verein, in dieser Liga nicht leicht für uns. Es gebührt gegen alle der gleiche Respekt. Ziel ist es, in den restlichen Partien natürlich so viele Punkte, wie nur möglich, mitzunehmen. Es sind sehr viele tolle und klangvolle Namen dabei, auf die wir uns alle freuen dürfen. Wir müssen ab jetzt jedes Spiel alles geben. 

Interview: Moritz Panzer


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