+
Coach Philipp Bönig kann mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.

„Wir haben zwar schon gezeigt, dass wir es besser können“

VfR Garching zweifelt an sich selbst 

  • schließen

Das Spitzenduo greift erst heute Abend ins Geschehen ein. Am vorletzten Spieltag der Hinrunde gastiert Tabellenführer Türkgücü München zum Gipfeltreffen beim 1. FC Schweinfurt 05 (20.15 Uhr, live auf Sport1).

München –Drei Punkte rangiert Reiner Maurers Mannschaft vor den „Schnüdeln“, mit einem Sieg würden sich die Münchner Türken bereits vorzeitig die Herbstmeisterschaft sichern. Am Ende wird der Meister mit dem Aufstieg in die 3. Liga und einem Ticket für die erste Runde des DFB-Pokals gleich doppelt belohnt, der Zweitplatzierte dagegen geht leer aus. Nachdem die Maurer-Elf heute Vormittag gen Unterfranken reist, wird sie nach dem Spitzenspiel in Schweinfurt übernachten und erst am morgigen Dienstag die Heimreise antreten. Mit drei Punkten im Gepäck wäre jedenfalls ein weiterer Schritt in Richtung 3. Liga vollzogen. Auf dem umgekehrten Weg in Richtung Bayernliga befinden sich dagegen derzeit sowohl der VfR Garching als auch der SV Heimstetten. Beide erlitten am Samstag ernüchternde Heimpleiten, bauten dadurch ihre Negativserien weiter aus und rutschten in der Tabelle ab.

VfR Garching – FC Augsburg II 0:2 (0:1) – Desillusioniert von der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft räumte der erfahrene VfR-Kapitän Dennis Niebauer nach dem Abpfiff ein, dass „uns vielleicht wirklich zum Teil ein bisschen die Qualität fehlt“. Niebauer ist 32 Jahre alt, ein kluger Kopf, von Beruf Lehrer und ein Garchinger Urgestein. So diplomatisch er sich dabei auch ausdrückte: Wer das Kellerduell mit der als Vorletzter angereisten Augsburger Reserve gesehen hatte, konnte ihm nicht widersprechen. Im gesamten Spielverlauf verzeichnete Philipp Bönigs Mannschaft nur eine klare Torchance, die jedoch nach brillanter Vorarbeit Niebauers von Philipp Walter vergeben wurde (60.). Zu diesem Zeitpunkt allerdings stand es bereits 0:2 (16., 56.) für die vom ehemaligen 1860-Nachwuchscoach Josef Steinberger betreuten Gäste. VfR-Schlussmann Joey Brenner, bester Mann seines Teams, verhinderte mit einigen starken Paraden noch eine höhere Niederlage.

Bönig, der sich „bewusst für eine etwas defensivere Formation entschieden“ hatte, mahnte erregt an, dass „bei uns anscheinend nicht jedem bewusst ist, in welcher Situation wir stecken“. Mit brotloser Schönspielerei wird der VfR im Abstiegskampf nicht bestehen können.

So kommen auch beim 39-jährigen Ex-Profi mittlerweile Zweifel ob der Qualität seiner Mannschaft auf. „Wir haben zwar schon gezeigt, dass wir es besser können“, betonte Bönig, für eine Trendwende aber müsse sein Team „schon auch eine andere Intensität“ an den Tag legen. „So wird’s schwer“, bekannte er, „wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis“.

Zum fünften Mal in Serie blieb der VfR damit sieglos, mit nur vier Zählern aus sieben Spielen weist die Bönig-Elf zudem die schwächste Heimbilanz der Liga auf. Immerhin: Die beiden nächsten Partien stehen auswärts an. Doch auch in Illertissen und beim Nachwuchs des 1. FC Nürnberg bedarf es einer Leistungssteigerung, um mit dem ersehnten Erfolgserlebnis den Trend umzukehren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Alexander Spitzer - der Turm in Heimstettens Abwehr
In der Wohngemeinschaft von Alexander Spitzer wird viel über Fußball gesprochen – schließlich lebt der Verteidiger des SV Heimstetten mit seinem Zwillingsbruder Marcel …
Alexander Spitzer - der Turm in Heimstettens Abwehr
Befreiungsschlag - VfR Garching sendet Lebenszeichen
Die rote Laterne brennt weiter in Garching. Doch der VfR gab mit dem respektablen 1:1 gegen die SpVgg Bayreuth zumindest mal wieder ein Lebenszeichen ab.
Befreiungsschlag - VfR Garching sendet Lebenszeichen
Doppelpack und Vorlage: Schmitt adelt Kapitän Riglewski
Ein Befreiungsschlag gelang dem SV Heimstetten. Mit dem 3:1-Heimerfolg über den bislang überzeugenden Aufsteiger TSV Aubstadt kletterte Christoph Schmitts Mannschaft bis …
Doppelpack und Vorlage: Schmitt adelt Kapitän Riglewski
“Insgesamt ein glücklicher Punktgewinn“ für Haching
Die SpVgg Unterhaching blieb zum neunten Mal in Serie ungeschlagen, aber in den letzten drei Heimspielen reichte es lediglich zu einem Unentschieden.
“Insgesamt ein glücklicher Punktgewinn“ für Haching

Kommentare