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„Auch Timo Gebhart alleine gewinnt kein Spiel“: Garchings Trainer Benjamin Flicker will den Ex-Profi besonders bewachen lassen.

Regionalliga-Schlusslicht Garching erwartet mit Memmingen direkten Konkurrenten

Endspiel im Tabellenkeller

  • vonNico Bauer
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Dieses Wochenende wird wieder Fußball gespielt in der Regionalliga Bayern und der VfR Garching startet gleich mit dem XXL-Endspiel.

Garching Der Letzte empfängt im Seestadion (Samstag, 14 Uhr) den Vorletzten FC Memmingen und bräuchte im Falle einer Niederlage ein mittleres Wunder, um den direkten Abstieg noch vermeiden zu können.

In der Winterpause wurden den Garchingern die drei Punkte vom Vorrundensieg gegen Drittliga-Aufsteiger Türkgücü genommen und deshalb hat man nun sechs Punkte Rückstand auf Memmingen, aber auch ein Spiel weniger. Auf Rosenheim hat man beispielsweise acht Punkte Rückstand, aber auch drei Partien weniger absolviert. Das schiefe Tabellenbild muss bei der Garchinger Situation mit eingerechnet werden, auch wenn niemand mit Siegesserien des Letzten rechnet. Der VfR erlitt in den Coronamonaten den finanziellen K.O.-Schlag, zahlt den Spielern nicht einmal mehr Fahrtgeld und hat eine fast neue Mannschaft mit jungen, auf diesem Niveau völlig unerfahrenen Spielern.

Mit diesem Einbruch ist man nicht allein, denn auch der FC Memmingen hat quasi eine neue Mannschaft, die eine größere Wundertüte ist. „Das ist ein Gegner auf Augenhöhe“, sagt der Garchinger Trainer Benjamin Flicker. Man kann die Ligapokalspiele auch vergleichen, denn Garching verlor beim FC Augsburg II mit 0:6 und Memmingen zu Hause gegen Illertissen 0:4. Im Seestadion spielen zwei Mannschaften, die sich selbst bei ihrer Regionalligatauglichkeit nicht so sicher sein können.

In einer Statistik sind die Garchinger ihrem Gegner meilenweit überlegen. Im gesamten Kader des FC Memmingen gibt es nicht einen einzigen Spieler, der heuer schon ein Tor in der Regionalliga geschossen hat. Die Garchinger kommen immerhin auf elf Tore mit Dennis Niebauer (8), Sebastian Gebhart, Nico Salassidis und Emre Tunc (je 1).

Und dann wären da noch die Galionsfiguren, auf die beide hoffen. Die Memminger Ikone ist Timo Gebhart (31), der schon in der Bundesliga für Stuttgart und Nürnberg gespielt hat. Zuletzt war der langjährige Profi beim TSV 1860 in der 3. Liga aktiv. „Wir werden ihn besonders bewachen“, sagt der Garchinger Trainer Benjamin Flicker, „aber auch Gebhart alleine gewinnt kein Spiel.“ Das zeigte zuletzt das 0:4 gegen Illertisssen. Flicker verweist in seinem Team aber auch auf Dennis Niebauer, „der genauso ein Unterschiedsspieler sein kann“.

Voraussichtliche. Aufstellung: Dachs – Gebhart, A. Kelmendi, Duggan, Salassidis – M. Niebauer, Haas – L. Kelmendi, D. Niebauer, Zettl (Emirgan) – Tunc.

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