Vor einer herausfordernden Zukunft: VfR-Vorsitzender Uwe Cygan im Garchinger Seestadion.
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Vor einer herausfordernden Zukunft: VfR-Vorsitzender Uwe Cygan im Garchinger Seestadion.

Nach Abgang von Ludwig Trifellner

VfR Garching plant die Zukunft ohne Trifellner

  • vonNico Bauer
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Der VfR Garching stellt sich für die Zukunft nach dem Rücktritt von Ludwig Trifellner auf. Bevorzugt werden dabei interne Lösungen.

Garching – In der vergangenen Woche löste der VfR Garching den Vertrag mit Ludwig Trifellner auf (wir berichtteten) und bereitet sich nun auf eine durchaus längere Übergangsphase ohne sportlichen Leiter vor. Fürs Erste übernehmen Präsident Uwe Cygan und die Trainer der Regionalligamannschaft die Organisation, die derzeit nach der Transferperiode und während des Lockdowns überschaubar ist. Uwe Cygan wird es schon jetzt nicht langweilig, denn er ist in Personalunion Abteilungsleiter Fußball uns Vorsitzender des Gesamtvereins. Nach dem Rücktritt von Ludwig Trifellner übernimmt er auch noch Aufgaben des sportlichen Leiters.

Cygan und Trainerteam übernehmen Trifellners Aufgaben

Cygan wird die organisatorischen Aufgaben zusammen mit dem Trainerteam regeln. Dafür sucht er nun das Gespräch mit den Trainern und dann folgen Unterhaltungen mit dem kickenden Personal. „Derzeit kann man ja nicht einmal sagen, wann wieder trainiert und gespielt werden kann“, sagt Cygan, der bei der Besetzung der frei gewordenen Position überhaupt keinen Druck verspürt. Der Kader steht und in den nächsten Wochen wären einer sportlichen Leitung die Hände gebunden.

Uwe Cygan hat eine konkrete Philosophie für den VfR Garching und daraus ergibt sich auch ein konkretes Anforderungsprofil für einen sportlichen Leiter. Die höherklassige Zukunft der ersten Herrenmannschaft soll gesichert werden durch gut ausgebildete Zugänge aus dem eigenen Nachwuchs. Cygan weiß auch, dass der Unterbau noch nicht passt. Die zweite Herrenmannschaft müsste von der Kreisklasse noch mehrere Klassen nach oben kommen, um sportlich nennenswert an die Erste heranzurücken. Auch bei den Jugendmannschaften weiß der Präsident, dass man die Spielklassen steigern muss. Ein Vorbild ist da der Nachbar FC Ismaning, der mit U19 und U17 Bayern- oder Landesliga spielt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Cygan.

VfR Garching: Interne Lösung wird angestrebt

Dabei blickt er auf die U19, die in der Kreisliga bei der Unterbrechung im Herbst mit 16 Punkten aus sechs Spielen überlegener Tabellenführer war. Hier leistet Nico Pasta, der auch zum Co-Trainer in der Regionalliga aufgestiegen ist, sehr gute Arbeit.

Mit Pasta ist intern ein Trainer aufgestiegen und ähnlich kann sich der Präsident beim sportlichen Leiter auch eine vereinsinterne Lösung vorstellen. Damit hätte man die Garantie, dass der Funktionär mit Herzblut den VfR Garching voranbringen möchte und das Amt nicht als temporär betrachtet wird.

Nach dem Abschied von Ludwig Trifellner gab es bereits zwei Bewerbungen und weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Cygan wirddie Aufgabenbeschreibung verbinden mit der klaren Aussage, dass die Garchinger für den Kader begrenzte Finanzmittel haben: „Wir sind kein Verein wie Schweinfurt oder Türkgücü, wo die Spieler von alleine kommen und du nur die richtigen aussuchen musst.“ Und auch der sportliche Leiter sei kein beruflicher Job. Das wird dann schon einmal das Gros der externen Interessenten wieder abschrecken. (NICO BAUER)

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