Fußball-Regionalligisten warten weiter auf eine Entscheidung des BFV

VfR Garching und SV Heimstetten sitzen zwischen den Stühlen

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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  • Nico Bauer
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Die Fußball-Regionalliga sitzt zwischen den Stühlen. Die Profiligen von 1. Bundesliga bis 3. Liga arbeiten derzeit an einer baldigen Saisonfortsetzung mit Geisterspielen, und in Bayern sollen die Punktrunden von der Bayernliga abwärts frühestens ab September wieder starten.

Garching/Heimstetten – Mit den jüngsten Bekanntgaben wurde aber nichts zur Regionalliga Bayern gesagt. Anders als beispielsweise bei der Regionalliga West, in der sich 16 von 18 Klubs bei einer Telefonkonferenz für den Abbruch entschieden haben, steht in Bayern bisher lediglich fest, dass auch hier die Saison bis 31. August ruht. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir vor Frühjahr 2021 wieder spielen“, sagt Ludwig Trifellner, der Sportliche Leiter des VfR Garching. Seiner Ansicht nach können die Amateure erst wieder kicken, wenn es einen Impfstoff gibt. Sein Verein könne die Aktiven nicht regelmäßig testen. Trifellner sagt auch, dass der von den Vereinen beschlossene Abbruch der Regionalliga West keinen Einfluss auf die bayerische Gruppe habe.

Für ihn ist es weiterhin entscheidend, wie mit Tabellenführer Türkgücü München und Meisterkandidat FC Schweinfurt umgegangen werde in der Aufstiegsfrage, sollte im Herbst die 3. Liga eine neue Saison starten. Die bayerische Regionalliga warte nun auch auf die weitere Entwicklung dieser Profiliga.

Ein einheitliches Vorgehen aller vierten Spielklassen in Deutschland wünscht sich derweil Stephan Rehme, Abteilungsleiter des SV Heimstetten. „Wenn es hier einen Flickenteppich gibt, wird das sehr schwierig.“ Der Heimstettner Spartenchef plädiert dafür, die derzeit pausierte Saison abzubrechen und zu annullieren. „Dann hätte man einen sauberen Schnitt und könnte zu einem Zeitpunkt X neu beginnen.“

Ähnlich hatte sich zuvor schon SVH-Trainer Christoph Schmitt geäußert – auch mit Blick auf mögliche Transfers im Sommer. Sollte die laufende Saison im Herbst fortgesetzt werden, ist der Coach überzeugt, „dann werden bei einigen Vereinen ganz andere Mannschaften auf dem Spielfeld stehen“.  nb/ps

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