Sein Drittliga-Einstand für die SpVgg Unterhaching verzögert sich wahrscheinlich: Tim Jerat (l.) plagt die Wade, er muss eventuell noch pausieren. foto: robert brouczek

Viele Fragen vor Spiel gegen Erfurt offen

Unterhaching - Die Freude über den qualitativ verbesserten Kader währte nicht lange: Gestern gab es für Klaus Augenthaler schon wieder schlechte Nachrichten an der Personalfront. Nichtsdestotrotz plant die SpVgg Unterhaching gegen Rot-Weiß Erfurt den Befreiungsschlag.

Neuzugang Tim Jerat hätte sich gestern erstmals der Presse vorstellen sollen. Auf Anhieb hätte der drittligaerfahrenen Defensivmann den Sprung in die erste Elf geschafft und in den nächsten Wochen den Vertreter von Routinier Roman Tyce auf der Position im defensiven Mittelfeld gegeben. Doch statt des 28-Jährigen tauchte plötzlich Torben Hoffmann auf - Jerat war auf dem Weg zum Arzt.

Eine Wadenverletzung hatte den Ex-Kieler im Vormittagstraining gestoppt. Sein Einsatz am Samstag im fünften Saisonspiel gegen Erfurt ist auf einmal äußerst fraglich geworden. Trainer Augenthaler hielt sich somit bei seinem Ausblick auf das Heimspiel mit personellen Entscheidungen zurück. „Seit ich hier bin, hatte ich noch nie am Ende der Woche die gleichen Leute zur Verfügung wie am Anfang der Woche“, kommentierte er die neuerlich durchkreuzten Gedankenspiele über seine Startelf. „Und wir haben erst Donnerstag.“

Große Chance für Dennis Mimm

Bis zum Anpfiff am Samstag kann noch jede Menge passieren, positiv wie negativ. Prognosen: Aktuell unmöglich. So auch im Fall Gardar Gunnlaugsson. Der Stürmer harmonierte im Training bestens mit seinem gesetzten neuen Sturmpartner Marc Nygaard, nun legte ihn aber eine bakterielle Infektion lahm. Auch gestern ging er alleine zum Laufen, ob er bis Samstag fit wird, ist völlig offen.

In der Defensive wäre das Fragezeichen hinter Tim Jerat gleichzeitig die große Chance für den vierten Neuen, Dennis Mimm, der sowohl als Abräumer als auch auf der rechten Verteidiger-Position eingesetzt werden könnte. Beim Österreicher hat die SpVgg ein ganz anderes Problem: Die Spielgenehmigung liegt bislang nicht vor. Sollte sie noch eintrudeln, wird er wohl sein Debüt in der Anfangsformation feiern. Falls nicht, bleibt nur ein Platz auf der Tribüne. Es fehlt nur ein Fax vom österreichischen Verband - doch ob die Bürozeiten dort lange genug sind, um die Personalie des Drittligisten Unterhaching zu bearbeiten, ist ungewiss.

Viele Fragen bleiben also auch vor dem schon richtungsweisenden Spiel gegen Erfurt offen. Klar ist unterdessen, dass die Spieler heiß sind, den Fehlstart auszubügeln. „Wir können nicht locker spazierengehen, sondern müssen zwei Schippen drauflegen“, weiß Augenthaler mit Blick auf die ernüchternden vergangenen Wochen. „Aber die Mannschaft hat sich viel vorgenommen. Ich hoffe, dass sie den Schalter umlegt.“

VON CHRISTIAN AMBERG

Quelle: fussball-vorort.de

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