Wohl dem, der einen solchen Joker auf der Bank hat: Vitalij Lux macht Unterhaching zum Meister. F: Leifer

Hachings Meistermacher

Vitalij Lux: Der Mann der besonderen Momente

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Ausgerechnet Lux. „Das freut uns besonders“, sagt Präsident Manni Schwabl. Und Trainer Claus Schromm meint: „Wenn ich mir einen hätte aussuchen dürfen, es wäre Vitalij gewesen.“

Dass der kirgisische Nationalspieler Lux die SpVgg Unterhaching mit einem Last-Minute-Tor gegen Memmingen nun schon fünf Spieltage vor Schluss zur Meisterschaft in der Regionalliga geschossen hat, war für Schwabl auch ein Zeichen: „Du kommst einfach nicht mit elf Spielern durch, du brauchst 16, 17.“ Und vor allem einen, der trifft, wenn andere patzen.

Chancen über Chancen hatten die Hachinger ausgelassen, ehe Lux in der 82. Minute als letzte Option eingewechselt worden war. Es war sein 15. Punktspieleinsatz in dieser Saison, 13-mal kam er dabei von der Bank. Gegen Stephan Hain hat er einfach keine Chance, der Ex-Löwe hat am Samstag sein 29. Saisontor geschossen, für Lux war es das erste. Dafür aber ein ähnlich wichtiges wie damals im August, als er im DFB-Pokal mit dem 3:3 in letzter Minute gegen Mainz 05 Haching in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen brachte. Ein solches Highlight vergessen ihm die Fans nie.

Und nun das Tor zum Titel. „Es gibt nichts Besseres, als die Mannschaft, den Verein zur Meisterschaft zu schießen“, freute sich der Mann, der vor gut einem Jahr aus Illertissen über Jena und Nürnberg nach Haching gekommen war. Aber Moment, es gibt schon noch was Besseres, nämlich die Mannschaft in die 3. Liga zu schießen. Dafür muss man sich Ende Mai in zwei Aufstiegsspielen wohl gegen Elversberg oder Mannheim durchsetzen. Und was gibt es Schöneres für einen Trainer, zu wissen, auf der Bank sitzt noch einer, wenn du den bringst, dann scheppert‘s. Genau das braucht man, um das große Ziel zu erreichen. Der Titel ist ja nur Zwischenstation.

FUSSBALL-AMATEURE Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de.

Quelle: fussball-vorort.de

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