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Vom Elfmeterpunkt bis zur Torlinie ist der Ball bloß 0,4 bis 0,5 Sekunden unterwegs.

Studien und Statistiken zum Schuss vom Kreidepunkt

Wenn elf Meter gar keine elf Meter sind

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Seinen Namen trägt der Elfmeter zu unrecht: Tatsächlich ist der Strafstoßpunkt laut FIFA-Reglement 12 Yards von der Torlinie entfernt – umgerechnet bloß 10,97 Meter.

Verschiedenen Studien zufolge werden 75 bis 80 Prozent aller Elfmeter verwandelt. Dabei nimmt die Quote mit zunehmender Spieldauer ab: Während in der ersten Hälfte mehr als 80 Prozent der Strafstöße im Netz landen, sind es im zweiten Durchgang 78 Prozent – und in den letzten zehn Minuten nur noch 73 Prozent.

Die höchste Trefferquote hat ein Schütze, wenn er das obere Drittel des Tors anvisiert – und dennoch geschieht dies bloß in 13 Prozent der Fälle. Vielmehr fliegen 30 Prozent der Elfmeter ins mittlere und 57 Prozent in untere Drittel des Tores.

Vom Elfmeterpunkt bis zur Torlinie ist der Ball bloß 0,4 bis 0,5 Sekunden unterwegs. Rechnet man jetzt noch die Reaktionszeit des Torwarts dazu, dann hat dieser keine Chance gegen einen platzierten Schuss, wenn er mit dem Abspringen bis zum Ballkontakt wartet.

Im Elfmeterschießen liegt die Trefferquote etwas niedriger als bei Strafstößen in der regulären Spielzeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball reingeht, sinkt dabei vom ersten bis zum letzten Elfmeter. Interessant: Bedeutet ein Fehlschuss die Niederlage, treffen bloß etwas mehr als die Hälfte der Schützen. Hat man dagegen das Siegtor auf dem Fuß, schnellt die Quote auf über 90 Prozent nach oben.

Wer im Elfmeterschießen zuerst antritt, hat einen Vorteil: In 58 Prozent der Fälle gewinnt die Mannschaft, die den ersten Strafstoß ausführt.

Das längste Elfmeterschießen der Fußballgeschichte endete nach 52 Strafstößen: 2016 besiegte der SK Batov im Pokalduell zweier tschechischen Fünftligisten den FC Frystak mit 22:21.

Lesen Sie auch: Nervenkitzel beim Duell vom Kreidepunkt.   

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