Wieder im Abstiegskampf angekommen

Neufahrn - Bedarf es noch irgendwelchen Nachfragen, wohin der Weg des FC Neufahrn künftig führt, so wurde dies nach der 1:3 Heimniederlage gegen Schlusslicht Harthof in aller Deutlichkeit geklärt. "Jetzt geht es knallhart gegen den Abstieg", machte sich Alex Ebner nichts vor. Die Enttäuschung, auch im sechsten Spiel in Folge erneut keinen Dreier eingefahren zu haben, stand dem Neufahrner Coach natürlich ins Gesicht geschrieben. "Wir wollten vermeiden, dass wir hinten reinrutschen, nun haben wir den Salat".

Vor Harthof hatte er nach deren 2:2 gegen Eching logischerweise sowieso gewarnt: "Da predigt man die ganze Woche und was passiert? Jeder kämpft mit sich selbst, von Aggressivität keine Spur". Zu widersprechen gab es nichts, denn so harmlos, kopflos - und somit letztendlich hilflos wie sich seine Truppe am Samstag präsentierte, muss man sich in der Tat bis zur Winterpause ernsthafte Sorgen machen.

Sogar Harthofs Trainer Markus Scheingruber wunderte sich, woher "die nur ihre Punkte her haben". Der eigenen Mannschaft zollte er hingegen ein Kompliment: "Wir waren schon im Hinspiel besser, fuhren deswegen mit breiter Brust hier her". Verlassen konnte sich der Gäste-Coach einmal mehr auf seinen Top-Stürmer Robert Jovanovic. Der Kroate war ein ständiger Unruheherd, folglich erledigte er die Ebner-Elf mit drei Treffern im Alleingang. Tor Nummer eins gelang ihm bereits nach neun Minuten. Nach einer scharfen Flanke stand er am langen Eck und brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Neufahrn kam danach zwar besser in die Gänge und hatte postwendend auch die Ausgleichschance durch den Kopfball von Murat Kilic, doch dann ließen sie zu keiner Zeit des Spiels eine klare Linie erkennen, ganz zu schweigen von einem tödlichen Pass in die Spitze. Zudem erweckte Einen der Eindruck, als würde jeder Neufahrner Akteur froh sein, den Ball schleunigst wieder loszuwerden.

Hoffnung auf die zweite Halbzeit? Fehlanzeige. Es ging, mit Ausnahme der Riesenchance durch Michael Akbas in Minute 56 ansonsten im gleichen Trott weiter. Harthof übergab den Gastgeber - wie schon in Hälfte eins -- freiwillig das Mittelfeld und verließ sich bei eigenen Vorstößen auf Jovanovic. Mit Erfolg. In der 57. Minute narrte er mit einem einfachen Trick Matthias Streit und zog mit links zum 0:2 ab. Spätestens ab da hatte Neufahrn dann endgültig kapituliert, Jovanovic seinen Torhunger jedoch erst nach seinem drittem Streich gestillt. Drei Minuten später ging er mit Gelb-Rot. In der Schlussminute gelang David Manzinger wenigstens noch der wertlose Ehrentreffer. wj

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