Robert Zillne r (Mitte) stürmt noch bis zum Ende dieser Saison für die SpVgg Unterhaching. Foto: Archiv bro

Zillner bleibt bis Saisonende

Unterhaching - Mittelfeldspieler Robert Zillner ist bei der SpVgg Unterhaching wieder in den Focus gerückt: Durch den möglichen Wechsel zum FC Bayern II und nun wenige Tage später durch seine Erkrankung.

Der grippale Infekt, der den 25-Jährigen quasi auf der Fahrt nach Westfalen erwischt hatte, machte einen Einsatz beim „Eisfestival“ in Ahlen am Samstag unmöglich. Auch gestern fehlte er beim Training und hörte sich noch arg verschnupft an. „Mal schauen, was bis Mittwoch wird“, lautete gestern die Wasserstandmeldung von Trainer Klaus Augenthaler vor dem Nachholspiel beim SV Wehen-Wiesbaden (Mittwoch, 19 Uhr). „Wenn er einigermaßen trainieren kann, wird er auch im Kader sein.“

Das verdeutlicht, dass Zillner nach den Wechselabsichten im Sommer wieder zu einem der unumstrittenen Leistungsträger bei der SpVgg geworden ist. Seit gestern - dem letzten Tag der Transferperiode - ist klar, dass er dies bis zum Saisonende in Haching bleiben wird. Und ebenso klar: Nicht darüber hinaus. „Dass ich im Sommer gehe, ist definitiv“, sagte Zillner gestern. Nur wohin, ist noch offen. Dass es ein höherklassiges Engagement werden wird, dürfte sicher sein. Bundesligist Mönchengladbach beobachtete ihn vor zwei Wochen beim Testspiel gegen Pasching. Nach wie vor haben ihn auch Zweitliga-Aufstiegskandidat FC Augsburg und der 1. FC Köln auf ihrem Wunschzettel. Am Saisonende ist der Linksfuß ablösefrei zu haben.

Das war der Hauptgrund, weshalb Zillner das Angebot des FC Bayern II nicht annahm. Der Letzte der Dritten Liga hätte Ablöse bezahlt, ihn aber gerne für eineinhalb Jahre unter Vertrag genommen. Damit hätte Zillner seine komfortable Verhandlungsposition aufgegeben. „Das Angebot habe ich mir angehört, aber es war nicht interessant“, bestätigt er. Die SpVgg hätte angesichts der leeren Kassen einem Wechsel zugestimmt. „Aber das letzte Wort hat der Spieler“, weiß Augenthaler und zeigte sich erfreut, dass er auf seinen 25-jährigen Leistungsträger weiter bauen kann: „Sportlich hätte uns sein Abgang wehgetan.“ Also war der Chefcoach gestern froh, „dass sich Robert so entschieden hat.“ Zumindest eine Rückrunde lang kann er noch dem Klub helfen, bei dem er zu einem begehrten Profi reifte. „Und wenn er gesund ist, kann er hier durch Leistung auf sich aufmerksam machen“, so Augenthaler, „dann steht ihm alles offen.“

Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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