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Hat noch eine Menge Arbeit vor sich: Michael Scherer, Spielertrainer der SG Aying/Helfendorf.

Debakel zum Start

Zwei Platzverweise, 6 Gegentore: SG Aying/Helfendorf mit Start zum vergessen

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Mit zwei Platzverweisen und einer krachenden 0:6 (0:3)-Heimniederlage ist die neu gegründete Spielgemeinschaft Aying/Helfendorf in ihre erste gemeinsame Saison in der Zugspitz-Kreisklasse gestartet.

Aying/Großhelfendorf–  Vor dem Spiel gegen Aufsteiger SC Rot-Weiß Bad Tölz hatte sich SG-Trainer Michael Scherer noch positiv gegeben, dass seine Mannschaft die neue Spielzeit mit einem Sieg beginnen könne, auch wenn der Coach bereits vor Anpfiff einwandte: „Wir sind allerdings noch nicht so weit, wie ich es gerne hätte.“ Dass das Kreisklassen-Debüt der Spielgemeinschaft jedoch zur Klatsche werden würde, überraschte auch den 32-Jährigen: „Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht mit so einem Debakel.“

Dabei begann das Team von Scherer durchaus engagiert und konnte bereits nach einer Viertelstunde auf zwei aussichtsreiche Chancen zurückblicken, scheiterte jedoch zweimal denkbar knapp. Der erste Treffer des Tages fiel wenig später jedoch auf der anderen Seite. Branislav Turececk überwand nach 20 Minuten Leonhard Oswald im SG-Tor zum 1:0. „Mit dem ersten Gegentor waren wir auf einmal völlig von der Rolle“, beschreibt Scherer den Gemütszustand seines Teams nach dem Gegentreffer. Das schienen auch die Gäste zu bemerken, bei denen Turececk sich nach einem Fehlpass der Hausherren ein Herz fasste und den Ball aus rund 35 Metern über den herausgeeilten Oswald zum 2:0 versenkte (32.). Drei Minuten später war der SG-Keeper ein weiteres Mal geschlagen, Sebastian Horwath erhöhte für Rot-Weiß um ein weiteres Tor (35.). Zu allem Unglück der Gastgeber sah Dominik Höcker zudem die rote Karte (45.+1).

Wie schon im ersten Durchgang begannen die Hausherren nach Wiederanpfiff zwar engagiert, doch abermals war der Torjubel den Tölzern vorbehalten, nachdem Marinus Estner vor Oswald die Nerven behielt (54.). Es war zumindest für den SG-Keeper der letzte Gegentreffer, nach einem Handspiel Oswalds außerhalb des Strafraums blieb Schiedsrichter Mario Ebenroth nur der Platzverweis (67.). Beim fälligen Freistoß ließ Riccardo Giachlone Aushilfstorhüter Scherer ebenso keine Chance (68.), wie Estner, der mit dem sechsten Gästetreffer (83.) die Auftaktklatsche für Aying/Helfendorf besiegelte.

Als Wundertüte hatte Scherer die Tölzer vor dem Spiel bezeichnet. Sie entpuppten sich als böse Überraschung. Nun heißt das Ziel Wiedergutmachung. Gegen den SV Bad Tölz soll vor allem die Defensive der SGt stabiler stehen, so Scherer: „Da müssen wir definitiv ein anderes Gesicht zeigen. Wenn wir so spielen, holen wir in der Liga gegen niemanden etwas.“ SIMON HÜSGEN

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