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Die Netze sind hochgeklappt: Der Fußball pausiert auf dem Burggener Sportplatz. Genauso wie die Arbeiten am Vereinsheim. Links im Bild soll für den neuen Bus ein Carport errichtet werden.

Unsere Sportplätze

Besonderer Name für besonderen Platz in Burggen

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Wegen des Coronavirus sind die Sportplätze größtenteils verwaist. In der Serie „Unsere Sportplätze“ bekommen sie die verdiente Aufmerksamkeit - heute: Burggen.

Burggen – Der Fußballplatz in Burggen ist „einfach geil“, sagt Max Höfler und ist sich mit Jürgen Berchtold und Matthias Eiband einig. Der Platz, wie er heute ist – getrennt in Trainings- und Spielfeld –, wurde 1996 eingeweiht und bietet so manche Besonderheit.

Errichtet ist er auf einer ehemaligen Sandgrube. Die Vorteile machen sich heute noch bemerkbar. Der Platz sei weder zu trocken, noch zu nass und benötige keine Sonderbehandlung, sagt Max Höfler, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Burggen. Einmal mussten die Burggener aber doch ordentlich anpacken, als zahlreiche Steine vom Untergrund an die Oberfläche gespült wurden. „30 Mann haben dann mit Kübeln bewaffnet alles eingesammelt“, erzählt Beisitzer Jürgen Berchtold. Mit einer Größe von 110 auf 70 Metern zählt der Burggener Fußballplatz außerdem zu den größten Plätzen der Region. Doch das ist nur eines von vielen kleinen Details.

Namensrechte offiziell vergeben

Da schau her: Matthias Eiband, der mit seiner Firma WMH die Namensrechte an der Burggener Arena hält, blickt durch ein Loch der Torwand am Sportplatz.

Zum Beispiel wäre da der Name: Offiziell eingetragen ist der Fußballplatz nämlich als „WMH-Arena Burggen“. WMH ist eine Baufirma, die von Matthias und Hubert Eiband in Burggen gegründet wurde. Die Unternehmer wollten auf der Bande, die den Hauptplatz umgibt, eine Werbung schalten. Allerdings war dafür nur noch sehr wenig Platz. „Für einen Obolus haben wir also die Namensrechte erhalten“, berichtet Matthias Eiband, der früher selbst Abteilungsleiter war.

Er erinnert sich auch noch daran zurück, wie – zur gleichen Zeit mit dem neuen Platz – in Eigenleistung das komplette Vereinsheim mit Stube und Kabinen errichtet worden war. „Mit 20 Leuten haben wir an einem Samstag den kompletten oberen Mauerring gezogen“, erzählt er. Gebaut wurde auch dieses Jahr wieder. Der neue Vereinsbus soll direkt am Sportheim einen Carport bekommen. Coronabedingt lag diese Maßnahme aber einige Wochen still.

Problem mit kleinen Plätzen auswärts

Genauso wie der Spielbetrieb. Nach aktuellem Stand geht es frühestens im September auf dem Burggener Sportplatz wieder um Punkte. Für die Männermannschaft des TSV lief die Hinrunde in der A-Klasse 8 ohnehin nicht nach Wunsch. Elf Punkte holten die Burggener in zwölf Spielen und liegen als Elfter nur zwei Plätze vor einem Abstiegsplatz.

Auffällig: Alle elf Punkte sammelte der TSV Burggen daheim in der WMH-Arena. „Am schlimmsten ist es, wenn wir auswärts auf einem kleinen Platz spielen“, sagt Max Höfler. „Das ist einfach Gewohnheitssache.“ Berchtold sieht noch einen weiteren Aspekt: „Wir sind eine A-Klasse-Mannschaft. Mehr Platz bedeutet für uns gleichzeitig mehr Zeit.“ Denn auf kleinen Feldern geht es deutlich hektischer zur Sache. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Unterstützung der heimischen Fans. Denn der TSV Burggen darf sich nach wie vor über die Anfeuerung einiger „Hooligans“ freuen, die auf zwei Fankurven verteilt für Stimmung sorgen.

Zusammenrücken in der Kabine

Nicht optimal ist in Burggen die Kabinensituation. Es gibt zwar zwei geräumige Umkleideräume, spielen aber beide Herrenteams nacheinander, müssen sich sowohl die Burggener als auch beide Gästemannschaften eine Kabine teilen. Und dann kann es schon einmal eng werden. Ändern wird sich daran vorläufig nichts.

Andere Themen stehen bei Max Höfler aber auf der To-do-Liste. Beispielsweise wird geprüft, ob das Flutlicht am Trainingsplatz auf LED umgestellt werden kann. Ein Wunsch der Burggener wäre außerdem eine Flutlichtanlage für den Hauptplatz. „Das kommt auf Zuschüsse an“, so Höfler. Zeitdruck gibt es freilich nicht, denn nun gilt es erst einmal, die Krise zu überstehen.

Die Serie

Hier wird gejubelt, geflucht, geschimpft und gefeiert: Hier werden Siege errungen, Niederlagen kassiert und Freundschaften geschlossen. Auf Fußballplätzen herrscht Leben. Also ... eigentlich. Wegen des Coronavirus sind die Rasenflächen nun die meiste Zeit verwaist. In der Serie „Unsere Sportplätze“ bekommen sie nun doch die verdiente Aufmerksamkeit. Wir stellen sie vor.

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