Sven Sölla, Trainer des Handball-Frauenteams des TSV Schongau.
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Mitunter ratlos: Schongaus Trainer Sven Sölla.

Handball: Auswärtsschwäche der TSV-Frauen in der Bezirksoberliga hält auch bei HSG Isar-Loisach an

Das Verderben für Schongau lauert auf der Außenposition

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Eine Steigerung war durchaus zu erkennen, doch das war für Schongaus Handballerinnen im Gastspiel bei der HSG Isar-Loisach zu wenig.

Schongau – Die Handballerinnen des TSV Schongau müssen in der Bezirksoberliga weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Auch im dritten Auswärtsspiel in Folge mussten sie sich geschlagen geben. Bei der HSG Isar-Loisach kassierten die TSV-Frauen eine 26:29 (11:13) Niederlage. „Im Vergleich zum letzten Spiel in Oberhausen war das deutlich besser, weniger technische Fehler und Fehlpässe“, bilanzierte Schongaus Coach Sven Sölla.

Handball: Schongau bekommt die Außenspielerinnen der HSG nicht in den Griff

„Das Problem war, dass wir im gesamten Spiel die Außenspielerinnen der HSG nicht in den Griff bekommen haben“, sagte Sölla und verwies auf die elf Tore, die das Team der Gastgeberinnen über die rechte Seite erzielte. Auch eine Umstellung der Abwehrtaktik auf eine offensivere Variante brachte keine Abhilfe.

Die erste Hälfte verlief zunächst ausgeglichen. Zu Beginn legten die Gastgeberinnen vor. Einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand verwandelten die TSV-Handballerinnen aber schnell in einer 10:9-Führung (25.). Zur Halbzeit lagen die Schongauerinnen aber wieder mit zwei Treffern hinten.

Handball: Trotz schwindender Kondition beweisen Schongaus Frauen Kampfgeist

In der zweiten Hälfte setzten sich die HSG-Frauen schnell durch Treffer von außen weiter ab. Bei ihren Abwehrversuchen machte Schongaus Torfrau Julia Fest auch nicht immer eine glückliche Figur. Nach dem 12:17 (36.) kämpften sich die Gäste vom Lech dank einiger Tore von Anna Amberg wieder heran. Danach musste Andrea Salzmann verletzungsbedingt die Partie beenden: „Dadurch hatten wir weniger Angriffsoptionen“, bedauerte Sölla. Die HSG setzte sich in der Folge vor allem durch Tempogegenstöße wieder ab. Spätestens mit dem 21:28 aus Schongauer Sicht (56.) war die Partie entschieden. Was Mut macht: Trotz einsetzender konditioneller Probleme ließen die Schongauer Frauen die Köpfe nicht hängen. Vielmehr probierten sie in den letzten Minuten alles, unter anderem auch eine offensive Deckung. Eine Wende gelang zwar nicht mehr, aber die Niederlage hielt sich in Grenzen.

Am kommenden Samstag, 20. November, sind die Schongauerinnen zu Gast beim TSV Weilheim.

Schongaus Spielerinnen und Tore: Anna Amberg (6), Cleo Koch (6), Tanja Rösner (4), Andrea Salzmann (4/2 Siebenmeter), Magdalena Weber (2), Anna Gierstorfer (2), Annalena Wiedemann (1), Alisa Frank (1), Alexandra Nefedow; Torhüterin: Julia Fest

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