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Sprachlos: Denklingens Trainer Markus Ansorge.

Denklingens Ansorge stinksauer: „Eines Tabellenführers nicht würdig“

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3:0 hat der VfL Denklingen in Mammendorf geführt, war völlig überlegen. Doch dann war das Team plötzlich völlig von der Rolle - und verlor.

Denklingen – Markus Ansorge war bedient – oder, um es mit seinen Worten zu sagen: „Ich bin stinksauer.“ Eine halbe Stunde nach Abpfiff der Kreisliga-Partie in Mammendorf konnte es der Trainer des VfL Denklingen noch immer nicht fassen, was er gerade zu sehen bekommen hatte. Nach einer exzellenten ersten Hälfte und einer 3:0-Halbzeitführung ging der Tabellenführer komplett unter. „Wir haben eine desolate Leistung in der zweiten Halbzeit gezeigt“, sagte Ansorge. „Das war eines Tabellenführers nicht würdig.“

Aber von vorn. Denn eigentlich hatte das Spiel so schön begonnen. Denklingen erspielte sich Chance um Chance in Mammendorf. Simon Ried, Stephan Schilcher und Tobias Schelkle trafen, nach 34 Minuten stand es bereits 3:0. Bis zur Halbzeit hätte die Führung noch höher sein können. „Wir hatten noch neun Torchancen“, sagt Ansorge. „Von denen hätten wir eigentlich noch vier, fünf machen müssen.“ Die Gastgeber kamen unterdessen kein einziges Mal gefährlich vor das Denklinger Tor.

Auch Anfang der zweiten Halbzeit lief noch alles nach Plan

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte – mit guten Chancen für den VfL. Doch dann schlug Mammendorfs Top-Torjäger Marco Haag zu, verkürzte in der 56. Minute auf 1:3. „Vor dem hatte ich noch gewarnt, er ist gut und pfeilschnell“, sagt Ansorge. Trotzdem konnte er nicht glauben, was nach dem Gegentor geschah. „Wir haben komplett mit dem Fußballspielen aufgehört.“ Die Räume waren viel zu groß, Mammendorf hatte Platz. Und Haag traf innerhalb von 14 Minuten zwei weitere Male. So stand es plötzlich unentschieden. Nach einem Geplänkel im Strafraum köpfte Matthias Saller den Ball zum 4:3-Siegtreffer für Mammendorf ein.

„Die Niederlage ist verdient nach so einer zweiten Halbzeit. Und zuvor sind wir fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, sagt Ansorge. Der sieht einen Teil der Schuld auch bei sich. „Ich hätte eher reagieren und defensiver umstellen müssen.“ 

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