Michael Kees, Ex-Trainer SV Hohenfurch
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Hat die Richtung vorgegeben und die Fußballer des SV Hohenfurch zurück in die Kreisklasse geführt: Nach drei Jahren als Trainer legt Michael Kees nun eine Pause im Herrenbereich ein. Foto: Halmel

FUSSBALL

Der richtige Zeitpunkt zum Aufhören - Michael Kees legt nach seinem Rücktritt als Trainer den Fokus auf andere Dinge

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Nach drei Jahren als Fußballtrainer des SV Hohenfurch ist Schluss. Michael Kees nimmt sich nun mehr Zeit für andere Dinge.

Hohenfurch – Aufhören, wenn es läuft und im Guten auseinandergehen. Das hatte sich Michael Kees vorgenommen, während er das Traineramt bei den Fußballern des SV Hohenfurch, seinem Heimatverein, ausübte. Und beides ist ihm gelungen. Nach drei Jahren hat der 42-Jährige seine Aufgaben nun zum 31. Juli abgegeben. Ganz verlassen hat der Hohenfurcher den Verein aber nicht.

Als E-Jugendtrainer bleibt Kees dem Verein zumindest für ein weiteres Jahr erhalten. „Das machen wir zu dritt und es ist weniger zeitaufwendig“, sagt Kees. Er erwartet Nachwuchs und möchte daher etwas kürzertreten. Bereits im November vergangenen Jahres, als Corona noch kein Thema war, hatte er sich dazu entschieden, eine Pause als Herrentrainer einzulegen. Nachdem mit Michael Eiband ein passender Nachfolger gefunden war, sah Kees nun den richtigen Zeitpunkt gekommen. „Es ging alles von mir aus“, erzählt Kees und sagt, dass alles top abgelaufen sei. Vier Wochen hatte er nach der Corona-bedingten Pause noch das Training geleitet.

Höhepunkt seiner Amtszeit war der Aufstieg 2019

Als Trainer des SVH erlebte der Hohenfurcher eine aufregende Zeit. Bereits in der Saison 2013/14 sprang er kurzfristig ein und bewahrte die Mannschaft in vier Entscheidungsspielen vor dem Abstieg in die A-Klasse. Ein Jahr später war es dann aber doch soweit. Für den SVH ging es eine Liga runter. Seitdem kickten die Hohenfurcher in der A-Klasse 8. Zur Saison 2017/18 übernahm Kees, der bereits seit er 18 war, Nachwuchstrainer ist, die Hohenfurcher Männer dann fest. In seinem ersten Jahr führte er den SVH auf den dritten Tabellenplatz. 2019 folgte dann der Aufstieg zurück in die Kreisklasse.

„Das war schon der Höhepunkt“, sagt Kees. Vor allem an das Saisonende erinnert er sich gerne zurück. Hohenfurch meisterte den Druck, jedes Spiel gewinnen zu müssen – und stieg am letzten Spieltag auf. Nun übergibt der 42-Jährige die Mannschaft in einer sehr guten Verfassung an seinen Nachfolger.

Hohenfurch belegt als Aufsteiger Platz sechs

Als Aufsteiger belegen die Hohenfurcher in der Kreisklasse 4 derzeit den sechsten Platz mit 20 Punkten. „Die Situation ist aber noch nicht beruhigend“, sagt der ehemalige Trainer. Nur vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz. Die Aufgabe für den neuen Trainer ist also klar: die Klasse halten.

Einer anderen Tätigkeit neben seinem Job bei Hoerbiger in Peiting geht der gelernte Industriemechaniker aber weiterhin nach. Und zwar als Eishockey-Schiedsrichter. „Das war zu meiner Zeit als Fußballtrainer schon belastend“, berichtet Kees. Freitags hatte er immer Training mit seinem Team und konnte daher nie pfeifen. Sonntags ging es vom Fußballplatz direkt ins Auto und ab zum Eishockey. „In den ersten Spielminuten war ich dann natürlich nicht frei im Kopf“, erzählt Kees. Sogar in der DEL 2 war er als Referee aktiv. Mittlerweile pfeift Kees aber hauptsächlich in der Bayernliga. Dort sind die Anreisen für ihn kürzer.

Langweilig wird es Michael Kees also auch ohne die Kreisklassen-Kicker des SV Hohenfurch nicht werden. Aber Schluss soll mit dem Fußball noch nicht sein. „Es ist erst einmal nur eine Pause“, betont Kees, und wer weiß, wie lange die dauert.

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