Der Tabellenführer war oft einen Schritt schneller: Benedikt Multerer (am Ball) und der TSV Peiting dominierten das Geschehen im Derby gegen den TSV Bernbeuren (rechts im Bild Martin Schmölz).
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Der Tabellenführer war oft einen Schritt schneller: Benedikt Multerer (am Ball) und der TSV Peiting dominierten das Geschehen im Derby gegen den TSV Bernbeuren (rechts im Bild Martin Schmölz).

TSV Peiting gewinnt gegen Bernbeuren klar

Derby zu Einseitig und emotionslos - Melzer: „Wir haben über weite Strecken das Spiel bestimmt“

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Am Ende eines unspektakulären Derby, gewannen die Gäste mit 3:0 über den TSV Bernbeuren. Damit verteidigt der TSV Peiting die Tabellenführung.

Bernbeuren/Peiting – Keine Emotionen, keine bissigen Zweikämpfe, keine Nicklichkeiten. Das Duell zwischen dem TSV Bernbeuren gegen den TSV Peiting in der Kreisliga 2 war meilenweit von einem Derby entfernt. Den Peitingern war es letztlich egal, da sie mit einem 3:0 (1:0)-Sieg die Punkte mit nach Hause nahmen und damit auch die Tabellenführung verteidigten.

„Für ein Derby war das viel zu wenig, die Laufbereitschaft fehlte völlig“, ärgerte sich Bernbeurens Spielertrainer Marco Schmitt nach der blutleeren Vorstellung seiner Elf, die den Gästen nur in einzelnen Phasen Paroli geboten hatte. „Der Peitinger Sieg war verdient“, bilanzierte Schmitt, womit er sich mit seinem Gegenüber einig war. „Das war eine gute Leistung, wir haben über weite Strecken das Spiel bestimmt und hatten auch die klareren Chancen“, sagte ein zufriedener Peitinger Coach Fabian Melzer.

Die Gäste durften schon bald nach dem Anpfiff jubeln. Gleich die erste Ecke nahm Florian Wörle (4.) volley – und sein Schuss landete zum 1:0 im kurzen Eck. Der Treffer zeigte sichtlich Wirkung bei den Platzherren, die durch Manuel Jäger (2.) die erste gefährliche Aktion gehabt hatten. Bernbeuren tat sich nach dem Rückstand schwer mit dem Spielaufbau, weil die Bälle immer wieder schnell verloren gingen und die Zuspiele nur selten ankamen. „Selbst einfache Sachen funktionierten nicht“, sagte Schmitt. Seine Truppe hatte Glück, nach einer Viertelstunde nicht deutlicher in Rückstand zu liegen. Innerhalb weniger Sekunden scheiterten Matthias Lotter, Christoph Enzmann und Benedikt Multerer. Nach einer halbgaren Chance für die Gastgeber durch Jäger (20.) im Anschluss an eine Freistoßflanke verhinderte Bernbeurens Moritz Witter das 0:2, als er einen Kopfball von Multerer (26.) nach einer Ecke auf der Linie abwehrte. Ein Distanzschuss von Enzmann (30.) verfehlte im Anschluss auch nur knapp das Ziel. Erst kurz vor der Pause setzte Bernbeuren wieder Akzente: Adrian Natzeder (45.) schoss aus aussichtsreicher Position drüber. Der TSV-Spieler musste kurz nach dem Wechsel verletzt vom Platz.

In der zweiten Hälfte kontrollierten die Peitinger zunächst das Geschehen. Die Hausherren versuchten, den Druck zu erhöhen und liefen prompt in einen Konter. Der gerade eingewechselte Christoph Hertl bediente Lotter (60.), der ohne Probleme zum 2:0 einschob. Bernbeurens Jäger (67.) verpasste es, die Partie spannend zu machen: Seinen Heber entschärften die Peitinger noch vor der Linie. Auf der Gegenseite verfehlten Andreas Neumaier (67.) und Multerer (69.) das dritte Gästetor. Glück hatten die Peitinger bei einem Patzer vom wenig beschäftigten Torhüter Julian Floritz, der bei einer Ecke vorbeigriff. Der Ball prallte von Jäger (78.) ab, flog aber neben den Pfosten. Das war es dann aber auch mit Offensivaktionen der Bernbeurener. In der Schlussminute traf Keeper Wolfgang Meyer bei einem Abwehrversuch mit dem Ball Neumaiers Kopf. Hertl (90.) bekam den Ball auf den Fuß und erzielte den 3:0-Endstand.

Am kommenden Sonntag gastiert der TSV Peiting beim FC Penzing, der mit 13 Punkten aus sieben Partien immerhin die drittbeste Heimbilanz in der Liga vorweisen kann. Der TSV Bernbeuren spielt erneut zu Hause. Gegner ist der Tabellenvorletzte, der TSV Moorenweis.

Statistik

TSV Bernbeuren 0

TSV Peiting 3

Tore: 0:1 (4.) Wörle, 0:2 (60.) Lotter, 0:3 (90.) Hertl. Gelbe Karten: Bernbeuren 2, Peiting 2. Schiedsrichter: Hirad Aurahman. Zuschauer: 112.

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