1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Schongau

Nach Wildsteig/Rottenbuch und Hohenpeißenberg meldet auch Bichl mehrere Infektionen

Erstellt:

Von: Christian Heinrich

Kommentare

Sie werden wieder auflaufen: Die Spieler des TSV Hohenpeißenberg (in blauen Trikots) kehren nach ihrer Zwangspause in der vergangenen Woche in den Spielbetrieb zurück.
Sie werden wieder auflaufen: Die Spieler des TSV Hohenpeißenberg (in blauen Trikots) kehren nach ihrer Zwangspause in der vergangenen Woche in den Spielbetrieb zurück. © gronau

Das Corona-Virus beeinträchtigt auch in der neuen Saison die Vereine. Der FC Wildsteig/Rottenbuch und TSV Hohenpeißenberg mussten zuletzt ihre Spiele absagen.

Landkreis – Die Situation beim FC Wildsteig/Rottenbuch hat sich mittlerweile entspannt. Nachdem vor zwei Wochen bekannt geworden war, dass sich sechs Spieler mit Corona angesteckt hatten und sich weitere 20 in Isolation begeben mussten, gibt der Verein Entwarnung. „Die Infizierten sind wieder genesen, die anderen haben die Quarantäne verlassen“, teilt Bernhard Schilcher mit.

Zur Erleichterung des Vorsitzenden des SV Wildsteig nehmen alle drei Mannschaften des Vereins am kommenden Wochenende wieder am Spielbetrieb teil. Die Erste und die Dritte treten in Igling an, die Zweite beim TSV Burggen.

TSV Hohenpeißenberg zieht Konsequenzen aus Corona-Fällen

Auch der TSV Hohenpeißenberg steigt an diesem Sonntag mit seiner ersten Garnitur wieder in die Saison ein. Vor einer Woche hat der Kreisklassist noch pausieren müssen, nachdem sich mehrere seiner Spieler mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Auskünfte zur genauen Zahl und den Schwere der Fälle wollte Alexander Sanktjohanser nicht geben. „Wir sagen dazu nichts“, hielt sich der stellvertretende Vorsitzende und TSV-Trainer bedeckt. Er wies jedoch darauf hin, dass die Partie der Reserve abgesagt wurde, „weil etliche Spieler in Urlaub sind“.

Kurz nachdem bekannt geworden war, dass nach der Partie am 7. August gegen den FC Wildsteig/Rottenbuch ein Spieler des Gegners positiv getestet wurde, hatte der TSV Konsequenzen gezogen. Die eigenen Kicker sollen künftig vor jedem Spiel und Training getestet werden, außerdem Schnelltests bei Heimspielen für den Gegner und die Schiedsrichter zur Verfügung gestellt werden.

Nicht nur Vereine aus Schongau betroffen

Nicht nur von den beiden Vereine aus dem Landkreis Weilheim-Schongau haben sich Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Die Sportfreunde Bichl melden fünf positive Fälle sowie fünf weitere Kicker, die sich in Quarantäne befinden. Bereits vergangenes Wochenende musste das Spiel gegen den FC Seeshaupt abgesagt werden. An diesem Wochenende fällt die Partie gegen Marnbach-Deutenhausen aus. „Wir haben zwei Superspreader im Dorf, die sich dafür verantwortlich zeigen“, nennt Andreas Zander eine mögliche Ursache. Der Abteilungsleiter mutmaßt, dass sich Bewohner aus dem Dorf bei einem Festival in Kroatien mit dem Virus angesteckt und es mit nach Hause gebracht haben. Von dort gelangte es in die Erste Mannschaft. Als ein Spieler entsprechende Symptome zeigte, ließ sich das gesamte Team testen.

„Vor diesem Szenario stehen wir seit eineinhalb Jahren“, räumte Zander ein, dass man mit einem solchen Fall rechnen musste. Die Spielleitung hat bereits reagiert und drei Spiele des A-Klassisten verlegt, weshalb ihn im September mehrere englische Wochen erwarten. Konsequenzen von Seiten seiner Kicker erwartet der Abteilungsleiter nicht, nachdem die Hälfte des Kaders erst einmal pausieren muss. „Ich glaube nicht, dass einer deshalb mit dem Fußballspielen aufhört.“ Allerdings hat Zander bereits eine Vorstandssitzung einberufen, nachdem er erst frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. „Als gebranntes Kind müssen wir vorsichtig sein“, stellt er klar, dass die Sportfreunde über geeignete Maßnahmen nachdenken müssen. „Wir können uns so etwas nicht mehr erlauben.“

SF Bichl überlegt Einführung von Schnelltests

Eine Option könnte wie beim TSV Hohenpeißenberg die Einführung von Schnelltests sein. „Das bringt schon was“, ist Zander überzeugt. Dass die Bayerische Regierung inzwischen bei Sportveranstaltungen im Freien davon absieht, dass Zuschauer, Spieler, Trainer und Schiedsrichter geimpft, genesen oder getestet sein müssen, wie es die inzwischen 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorsieht, wertet er als „klares Geschenk an die Wähler“, da in vier Wochen ein neuer Bundestag gewählt wird. Zander hält es auch ohne den Druck des Gesetzgebers für angebracht, über entsprechende Schutzmaßnahmen wie Schnelltests bei den Spielen nachzudenken. „Wir schauen, dass wir das anbieten.“ Anders ist die Gefahr nicht zu bannen, dass es in seinem Verein wie auch in den anderen Klubs zu neuen Infektionen kommt. „Es ist bei den Jungs problematisch, dass sie von Haus aus sorglos sind.“

Auch interessant

Kommentare