Nahm keine Punkte aus dem Spitzenspiel mit: VfL-Coach Markus Ansorge.
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Nahm keine Punkte aus dem Spitzenspiel mit: VfL-Coach Markus Ansorge.

Denklingen muss sich geschlagen geben

„Ich hätte da klar Rot gesehen“: Ansorge hadert nach Niederlage im Spitzenspiel gegen Haidhausen

  • VonChristian Heinrich
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Der VfL Denklingen verliert das knappe Spitzenspiel gegen die SpVgg Haidhausen. Trainer Ansorge hadert mit eigenen Fehlerchen und einer Schiedsrichterentscheidung.

Penzberg – Am Ende blieb Ludwig Kirchbichler nichts anderes übrig, als die normative Kraft des Faktischen anzuerkennen. „Wer den ersten Fehler macht, verliert so ein Spiel“, sinnierte der Kicker des VfL Denklingen. Weil das in der 84. Minute seine Mannschaft war, musste sich der Aufsteiger im Spitzenduell der Fußball-Bezirksliga Süd bei der SpVgg Haidhausen mit 0:1 geschlagen geben.

Es musste einiges zusammenkommen, damit die Münchner durch Toni Rauch zu ihrem Treffer kamen. Erst verloren die Denklinger an der gegnerischen Eckfahne unnötig den Ball, dann passten sie bei einem Einwurf nicht genug auf, sodass ein gegnerischer Angreifer allein auf den Kasten des VfL zusteuern durfte. Keeper Manuel Seifert wehrte den Schuss zwar ab, allerdings nach innen, wo Reich dann vor keine großen Probleme mehr gestellt wurde. „So ein Spiel entscheiden Kleinigkeiten“, sagte Kirchbichler. Sein Team hatte sich in einer Szene zu viele davon geleistet.

Auch wenn die Niederlage schmerzhaft war, sie war auf keinen Fall dazu angetan, in Trübsal zu verfallen. „Das war mit Abstand die beste spielerische Mannschaft“, würdigte Markus Ansorge die Klasse des Gegners. Er und die 120 Zuschauer hatten ein intensives Spiel gesehen, bei dem seine Mannschaft voll überzeugte. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, befand Ansorge.

Im ersten Spielabschnitt besaßen die Platzherren ein optisches Übergewicht und die klarste Chance durch Selcuk Altug, der aus elf Metern den Ball über die Latte bugsierte. Denklingen wurde nur durch zwei Distanzschüsse von Michael Stahl und Stephan Schilcher gefährlich.

Nach dem Seitenwechsel haderte der Tabellenzweite mit dem Schiedsrichter. Als Bastian Korbmacher Simon Ried an der Strafraumgrenze von den Beinen holte, gab der Referee zurecht Freistoß, dem Sünder aber nur die gelbe Karte. „Ich hätte da klar Rot gesehen“, stellte Ansorge klar, denn Korbmacher war in dieser Situation der letzte Mann. In der Folgezeit tauchten die Gäste immer wieder vielversprechend vor dem Haidhausener Kasten auf, aber Lukas Greif, Michael Stahl, Dominik Karg und Simon Ried spielten ihre Möglichkeiten nie sauber zu Ende. Dass seine Elf dafür von der SpVgg bestraft wurde, empfand Ansorge als „brutal“. Aber so ist Fußball. (hch)

SpVgg Haidhausen - VfL Denklingen 1:0

Tore: 1:0 (84.) Rauch. Gelbe Karten: Haidhausen 2, Denklingen 1. Schiedsrichter: Christian Schunke. Zuschauer: 120.

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