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Peiting überglücklich, auch wenn es zum ganz großen Triumph nicht reicht

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Von: Roland Halmel

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Überglücklich mit Rang zwei: das Peitinger Team mit (hinten von links) Mathias Adler, Alexander Vöst, Thomas Baumgartner, (vorn von links) Michael Baumgartner und Christopher Schwaiger.
Überglücklich mit Rang zwei: das Peitinger Team mit (hinten von links) Mathias Adler, Alexander Vöst, Thomas Baumgartner, (vorn von links) Michael Baumgartner und Christopher Schwaiger. © Albert Kamhuber

Der Europa-Cup der Stockschützen ist so etwas wie die Champions League im Fußball. Und Peitings Stockschützen gehören zu den Besten des Kontinents, wie sich beim Turnier in eigener Halle zeigte.

Peiting – Auf ihrem Like-Ice-Belag, auf dem sie im Sommer ihre Partien bestreiten, haben die Stocksportler des TSV Peiting unzweifelhaft einen Heimvorteil. Dass sie mit ihrem Arbeitsgerät den Umgang auch auf Eis beherrschen, zeigten sie beim Europa-Cup in der heimischen Eishalle, an dem 17 Vereinsmannschaften aus acht Ländern teilnahmen.

Stockschießen: Peiting muss sich erst im Finale geschlagen geben

Das Quintett mit Alexander Vöst, Christopher Schwaiger, Mathias Adler, Thomas und Martin Baumgartner wurde ihrer Favoritenrolle in dem stark besetzten Turnier gerecht. Die Peitinger landeten unter 17 Mannschaften, die trotz der schwierigen Umstände aufgrund der strengen Corona-Vorschriften in die Marktgemeinde gekommen waren, auf dem starken zweiten Platz. „Das ist ein grandioser Erfolg, denn der Europa-Cup hat bei uns den Stellenwert wie die Champions League im Fußball“, freute sich Christian Lindner, Chef des Stocksport-Weltverbands und aktiver Spieler in Peiting, über das gute Abschneiden der Hausherren, die sich erst im Finale dem ESV Rottendorf/Seiwald aus Österreich mit 9:27 geschlagen geben mussten.

Stockschießen: TSV Peiting liegt im Halbfinale schon weit zurück

Dass die Peitinger überhaupt das Endspiel gegen die Kärntner erreichten, war im Halbfinale lange Zeit unwahrscheinlich. Gegen den EC Gerabach kam das TSV-Quartett zunächst nur schwer ins Spiel. Die Niederbayern spielten in der Anfangsphase sehr sauber, leisteten sich keine Fehler, sodass die Gastgeber einem zunehmend höheren Rückstand hinterherliefen. Beim Stand von 8:18 schienen den Peitingern die Felle in der auf zwölf Kehren angesetzten Partie bereits davongeschwommen zu sein. Doch die Hausherren kämpften sich in der Folge ins Spiel zurück. Mit vielen guten Schüssen holten sie Punkt um Punkt auf und setzten die Gerabacher damit unter Druck. Am Ende hatten die Peitinger tatsächlich mit 34:31 die Nase vorn. Gerabach hielt sich im Anschluss im kleinen Finale gegen den EC Saßbach mit einem 30:6-Erfolg schadlos.

Stockschießen: TSV Peiting in der Gruppenphase sehr stark

Für die Peitinger begann das zweitägige Turnier mit Mannschaften aus Österreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Litauen, Finnland und Tschechien vielversprechend. In der Gruppe A, in die neun Mannschaften gelost wurden, holten sie sich mit 13:3 Punkten gleichauf mit Gerabach den ersten Platz. In der Gruppe B mit acht Teams landete Saßbach vor den Österreichern vom ESV SP Pongratz Kowald Voitsberg auf Rang eins. Die beiden Gruppenersten wurden danach für die Auslosung der K.o.-Runde gesetzt, um direkte Duelle zu vermeiden. Im Achtelfinale schalteten die Peitinger die Südtiroler vom ASV Seiseralpe mit 32:16 aus. Sehr eng ging es danach im Viertelfinale zu, bei dem sich das TSV Quartett vom ESV HLS Jimmy Wien 23:23 Unentschieden trennte. Aufgrund der besseren Platzierung in der Vorrunde, das Team aus der österreichischen Hauptstadt war Vierter in der Peitinger Gruppe geworden, zogen die Gastgeber ins spannende Halbfinale ein, das sie letztlich für sich entschieden. Den Turniersieg der Lokalmatadore verhinderte dann aber Rottendorf.

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