Die Schongauer E-Junioren bei ihrem vierstündigen Trainingslager an der Berufsschule.
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Bitte Lächeln: Die Schongauer E-Junioren bei ihrem vierstündigen Trainingslager an der Berufsschule.

FUSSBALL

Jugendfußball beim TSV Schongau - „Es macht ihnen einfach Spaß“

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Es sind zwar Ferien, doch die Jugendfußballer des TSV Schongau sind trotzdem fleißig. Der Verein will mit einem neuen Konzept viel erreichen.

Schongau – Es ist zwar schon 18 Uhr, doch die Sonne brennt noch ziemlich herunter. Eine Gruppe Burschen und ein Mädchen sitzen neben dem Spielfeld im Stadion der Berufsschule. Gerade gibt’s Eis. Eine kleine Abkühlung für die Nachwuchsfußballer des TSV Schongau. Denn die E-Junioren haben an diesem Tag ein vierstündiges Trainingslager. Die Fußballpause war lang, auf Ferien ohne ihren Lieblingssport haben die Neun- und Zehnjährigen keine Lust. Und die Trainer Rene Säuberlich und Süleyman Yavsan auch nicht. Also kommen sie eben immer wieder zusammen. Aus Freude am Sport. Und auch, um besser zu werden. Beim TSV Schongau sollen sich die Kinder und Jugendlichen wohlfühlen – und gefördert werden. Damit das noch besser gelingt, arbeitet der Verein derzeit an einem Nachwuchskonzept.

„Ende des Jahres soll es fertig sein“, sagt Säuberlich, der seit Kurzem auch zweiter Jugendleiter der Fußball-Abteilung ist. Seit 2012 trainiert er Nachwuchsmannschaften. Säuberlich ist wie viele Trainer im Verein Papa eines Spielers. Obendrein hat er die C-Lizenz. „Wir legen viel Wert darauf, dass die Kinder bei der Spielveranlagung gefördert werden.“ Um Tipps zu Taktik und Technik geben zu können, braucht’s die passende Ausbildung. Das will der TSV bei seinen Trainern fördern. 22 Männer und Frauen kümmern sich zur Zeit um die G- bis B-Junioren, sieben von ihnen haben eine Lizenz, drei weitere besuchen heuer noch Kurse. Andere könnten künftig zudem bei Schulungen innerhalb des TSV weitergebildet werden – auch das soll im Konzept aufgegriffen werden. Zusätzlich ist der Verein auf der Suche nach weiteren Trainern – deren Ausbildung der TSV auch zahlen wird, sofern es diejenigen möchten.

Rund 200 Kinder und Jugendliche spielen für den TSV Schongau

Säuberlich freut’s, dass sich im Verein etwas tut. „Wir sehen im Umkreis, dass viele Vereine Nachwuchssorgen haben“, sagt er. Beim TSV ist davon nicht die Rede – und dazu soll es auch nicht kommen. Rund 200 Kinder und Jugendliche kicken für den TSV. „Wir sind froh, dass wir so viele haben“, sagt der zweite Jugendleiter.

Und den Kindern bereitet es offensichtlich auch viel Freude. Die Pause, die die beiden Trainern den E-Junioren mit Eis verordnet haben, findet schnell ein Ende. Die Burschen und das Mädchen wollen zurück auf den Platz. „Es macht ihnen einfach so viel Spaß“, sagt Margit Tresselt, Mutter eines Spielers. Säuberlich und Yavsan coachen ihren Sohn nun schon mehrere Jahre. Zum Glück, sagt sie. „Der Spaß für die Kinder steht und fällt mit den Trainern“, sagt Tresselt. Und auch für Eltern sei es „schön, wenn man immer die gleichen Ansprechpartner hat“.

Fairness und Respekt auch neben dem Platz

Außerdem achtet Säuberlich nicht nur auf die sportliche Entwicklung der Kinder. Er legt auch Wert auf Fairness und Respekt – auf und neben dem Platz. Dafür hat er seinem Team grüne T-Shirts geschenkt, orange und gelbe haben sie zudem bereits im Schrank. Die dürfen die Kinder anziehen, wann immer sie wollen – zum Beispiel in die Schule. Was es bedeutet, sie überzustreifen, wissen die Nachwuchsfußballer genau, versichert Säuberlich: „Sie haben dann die Pflicht, ein Vorbild zu sein.“ Denn das Logo des TSV Schongau prangt auf den Shirts. Mit gutem Verhalten sollen und wollen die Kids für ihren Verein werben.

Auch am vergangenen Wochenende trugen die E-Junioren Dressen mit dem Wappen. Es stand das erste Testspiel seit einem dreiviertel Jahr an – Schongau gewann 5:3 gegen Hohenfurch. Das Training in den Ferien zahlt sich aus.

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