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Chance, aber kein Tor: Hohenfurchs Leo Grimm vor Raistings Torwart Simon Kölbl.

Kreisklasse 4 kompakt

Faire Hohenfurcher verlieren - Fischer schlägt Ex-Verein

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Nach vier Siegen ohne Niederlage ging der SV Hohenfurch diesmal leer aus. Hohenpeißenberg und Peiting hingegen bejubelten hohe Siege. 

TSV Peiting II - SV Kinsau 4:1

Tore: 1:0 (4.) Streller, 2:0 (16.) Multerer, 2:1 (40.) Meissner, 3:1 (57.) Schauer, 4:1 (78.) Maleki. Schiedsrichter: Andreas Lemke. Zuschauer: 50.

Es war ein seltsames Gefühl für Thomas Fischer. Einst spielte er für den SV Kinsau, war dann fünf Jahre Trainer des Teams. Nun traf er als Coach des TSV Peiting II auf seine einstigen Kameraden. „Es war komisch, jetzt auf der anderen Seite zu stehen“, sagt er. Doch so freundschaftlich das Wiedersehen war, Geschenke gab’s nicht für den ehemaligen Verein. Fischer und sein TSV gewannen 4:1.

Die Gastgeber gingen früh in Führung. Nach einem Foul an Benedikt Multerer hatte der TSV einen Freistoß am Sechzehner – Maximilian Streller verwandelte ihn direkt. Multerer wurde zwölf Minuten später in die Tiefe geschickt und traf diesmal selbst: 2:0. „Das ist nicht gut für uns gelaufen“, sagt Kinsaus Nummer zehn, Roman Schilcher, über den Rückstand. Doch der SV kam noch vor der Pause durch Maximilian Meissner zum Anschlusstreffer. „Dann waren wir gut drin im Spiel“, sagt Schilcher. „Daran wollten wir nach der Halbzeit anknüpfen.“

Doch Martin Schauer machte das Vorhaben zunichte. Der Peitinger rannte durch die ganze gegnerische Hälfte, überlief zwei Gegenspieler und traf schließlich zum 3:1. „Danach haben wir den Faden verloren“, sagt Schilcher. Peiting kam nun zu zahlreichen Chancen. Eine konnte der TSV nutzen. Safiulla Maleki köpfte zum 4:1 ein.  

TSV Schondorf - SpVgg S’bruck/S’soien 2:2

Tore: 1:0 (12.) Schmalz, 2:0 (38.) Schmalz (Elfmeter), 2:1 (44.) Schreiber, 2:2 (61.) Schreiber. Schiri: Robert Wexenberger. Zuschauer: 103.

Ein „sehr intensives Spiel“ und ein „holpriger Platz“ erwarteten die Spielvereinigung Schwabbruck/Schwabsoien in Schondorf. „Ein Kombinationsspiel kam kaum zustande“, sagt SpVgg-Trainer Hubert Strobel. Stattdessen wurde es ein „schnelle, kampfbetontes Spiel“.

Bei dem gingen die Gäste durch ein schönes Kopfballtor in Führung. Die SpVgg ließ sich nicht beirren, steigerte sich danach sogar. Trotzdem kassierte sie das 0:2 durch einen Foulelfmeter. Noch vor der Pause spitzelte Dominik Schreiber den Ball zum Anschlusstreffer ins Netz.

In der zweiten Halbzeit „haben wir gute Aktionen gestartet“, sagt Strobel. Eine davon endete mit dem 2:2. Wieder war es Schreiber, der den Ball nach einer Flanke ins Tor drückte – und vom Trainer ein Extra-Lob bekam: „Er hat ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht.“  

SV Hohenfurch - SV Raisting II 1:2

Tore: 0:1 (14.) Baur, 1:1 Grimm (Foulelfmeter), 1:2 (85.) Schelle (Handelfmeter). Schiedsrichter: Michael Neukirch. Zuschauer: 100.

Die Erfolgsserie des SV Hohenfurch ist zu Ende. Nach vier Spielen ohne Niederlage ging der Aufsteiger auf eigenem Platz gegen den SV Raisting II leer aus. Gegen die Bezirksliga-Reserve unterlag der SVH unglücklich mit 1:2. „In der ersten Hälfte war Raisting und in der zweiten waren wir besser“, sagte Hohenfurchs ehemaliger Fußballchef Robert Radler.

Die Gastgeber standen in der Anfangsphase unter Druck. Aus dem Gewühl heraus brachte Sebastian Baur (14.) den SVR in Front. Wobei der Schiedsrichter den Ball zunächst nicht über der Linie sah. Hohenfurchs Peter Schröfele räumte auf Nachfrage des Unparteiischen ein, dass es ein Tor war. „Respekt, das ist Fair-Play“, sagte SVR-Coach Roland Perchtold. Die Hausherren zogen wenig später durch einen Foulelfmeter von Michael Grimm (23.) wieder gleich. Das Unentschieden hielt bis zur Pause.

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt. Der SVH gab über weite Strecken den Ton an. Nico Prinzing bekam einen Foulelfmeter zugesprochen, schoss ihn aber weit drüber. Leo Grimm verpasste danach frei vor dem Tor die Führungsmöglichkeit. Stattdessen machten die Raistinger durch einen Handelfmeter, den Matthias Schelle (85.) versenkte, den Sack zu.  

TSV Hohenpeißenberg - TSV Landsberg II 6:0

Tore: 1:0 (2.) Mosig, 2:0 (44.) Kechele, 3:0 (54.) Radlmaier, 4:0 (68.) Schuldes, 5:0 (74.) Rauschenbach, 6:0 (89.) Stoßberger. Schiedsrichter: Klaus Stülpner. Zuschauer: 75.

Sechs Treffer, sechs verschiedene Torschützen: Die Hohenpeißenberger waren gegen Landsberg II in Torlaune. Dabei hatten die Gäste laut Hohenpeißenbergs Trainer Alexander Sanktjohanser zu Beginn gut mitgespielt. Aber sie waren nur mit elf Spielern angereist – „und in der zweiten Halbzeit ging ihnen der Dampf aus“.

Hohenpeißenberg verstand es aber vorher schon, die Landsberger Abwehr zu knacken. Alexander Mosig brachte die Gastgeber nach zwei Minuten in Führung. Marco Kechele besorgte kurz vor der Pause das 2:0. „Das war schon spielentscheidend“, sagt Sanktjohanser.

Nach dem Wechsel erarbeitete sich Hohenpeißenberg schöne Tore. Innenverteidiger Markus Radlmaier tankte sich von der Mittellinie aus allein durch, spielte drei, vier Gegner aus und vollendete zum 3:0. Johannes Schuldes hämmerte danach eine Flanke direkt in die Maschen. Lukas Rauschenbach und Michael Stoßberger schraubten das Ergebnis auf 6:0 hoch. 

Texte: kma und rh

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