Peitings Frauen (v. l. Selina Steber, Ulrike Lachenmayer, Franziska Lindner, Christina Drechsler) beim Europacup in der heimischen Peitinger Eishalle.
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Manchmal fehlte ein wenig die Genauigkeit: Peitings Frauen (v. l. Selina Steber, Ulrike Lachenmayer, Franziska Lindner, Christina Drechsler) verpassten diesmal eine Top-Platzierung.

Stockschießen: Europacup in Peiting

Peitings Frauen sind freundliche Gastgeberinnen

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Beim Europacup in heimischer Halle erwiesen sich die Frauen des TSV Peiting als perfekte Gastgeberinnen. Auch was das Sportliche betraf, waren sie vornehm zurückhaltend.

Peiting – Reihenweise räumten die Stocksportler des TSV Peiting in diesem Jahr Spitzen- und Podestplätze bei den verschiedenen Meisterschaften oder Turnieren ab. Beim Europacup der besten Damenteams reichte es jedoch nicht zu einer Top-Platzierung. Die Peitinger Frauen begnügten sich mit Rang fünf und erwiesen sich damit als freundliche Gastgeberinnen, die der Konkurrenz aus vier Ländern den Vortritt ließ.

„Das Ergebnis passt schon. Ganz vorn sind die aktuellen Top-Teams,“ bilanzierte Christian Lindner, Präsident des Weltverbands und beim TSV Peiting aktiver Stockschütze. „Vielleicht hat es an den Nerven gelegen“, begab sich sein Sohn Michael Lindner, der zusammen mit einigen Helfern aus der Stockschützen-Abteilung und der Herren-Mannschaft des TSV für einen reibungslosen Ablauf des dreitägigen Turniers sorgte, auf Ursachenforschung.

Stockschießen: In der Vorrunde fehlt es Peiting an der Konstanz

Das Quartett mit seiner Schwester Franziska Lindner, Ulrike Lachenmayer, Selina Steber und Christina Drechsler (Auswechselspielerin Sabine Hipp) lag nach der Vorrunde auf Rang sechs. In den elf Spielen – gespielt wurde im Modus „Jeder gegen jeden“ – fehlte es den Peitingerinnen etwas an der Konstanz. Somit standen sechs Siege und fünf Niederlagen zu Buche und damit ein Platz im Mittelfeld. Rang eins nach der Vorrunde sicherte sich der EC Gerabach, der, unterstützt von einer lautstarken Fangruppe, nur eine einzige Partie verlor. Der EV Moritzing aus Südtirol und der FC Neunburg vorm Wald lagen mit jeweils vier Niederlagen schon etwas zurück.

Beim sogenannten Bahnenspiel am zweiten Tag waren aber noch viele Platzwechsel möglich. Der Modus sieht dabei vor, dass die jeweils nebeneinander platzierten Teams auf den Bahnen eins bis sechs aufeinandertreffen. Das heißt: Der Vorrundenerste spielt gegen den Vorrundenzweiten auf Bahn eins. Der Elfte gegen den Zwölften auf Bahn sechs und dazwischen die weiteren Paarungen. Mit einem Sieg rückt die entsprechende Mannschaft eine Bahn auf, bei einer Niederlage geht es eine Bahn zurück.

Stockschießen: Beim Bahnenspiel präsentieren sich Peitings Frauen wankelmütig

Die Peitingerinnen erwiesen sich dabei als sehr wankelmütig. Vor allem auf Spielfeld Nummer drei taten sie sich schwer. Sie verloren dort zweimal gegen Union Vornholz aus Österreich. Durch zwei Siege gegen Passau-Neustift kämpften sie sich wieder nach vorn. In der fünften von sechs Runden mussten sie Gerabach, die im Bahnenspiel zunächst zurückfielen, den Vortritt lassen. In der letzten Runde trennten sich die TSV-Stocksportlerinnen vom ESC Bregenz 13:13-Unentschieden, sodass sie in der Endwertung mit Moritzing den geteilten fünften Platz belegten. Den Sieg holte sich in einem spannenden Finale Vornholz gegen Gerabach. Im kleinen Finale setzte sich St. Peter (Österreich) gegen den EV Lana aus Südtirol durch. Titelverteidiger TSV Kühbach musste sich am Ende mit Platz sieben begnügen.

Stockschießen: Nächstes Wochenende sind in Peiting die Herren dran

Am kommenden Wochenende sind in Peiting die Herren bei ihrem Europacup-Turnier an der Reihe. Los geht es am Freitag, 26. November, mit der Eröffnungsfeier beim „Keppeler“. Am Samstag wird die Vorrunde, am Sonntag die Endrunde gespielt. Die Peitinger Männer zählen bei ihrem Heimturnier zum Favoritenkreis.

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