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Da klingelte es im Hohenfurcher Kasten: Das letzte Punktspiel zwischen dem SVH und Kinsau fand im April 2016 statt. Kinsau (in Rot-Blau) gewann damals 5:1. 

Hohenfurch trifft auf Kinsau: Leise Töne vor dem Kreisklasse-Derby

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Derby-Zeit in der Kreisklasse: Der SV Kinsau empfängt am Samstag den SV Hohenfurch. Das letzte Mal spielten die Teams 2016 in der gleichen Liga. 

Kinsau – Es sind die Spiele, auf die sich Fans besonders freuen, vor denen Trainer gern große Töne spucken und vor denen sich so manch Spieler fürchtet: Derbys. Das Aufeinandertreffen zweier Nachbar-Vereine hat immer einen besonderen Stellenwert, eine ganz eigene Brisanz. Also zumindest meistens. Vor dem Spiel des SV Hohenfurch beim SV Kinsau (15 Uhr) ist es anders: Da schlagen beide Trainer ruhige Töne an.

Von „ein bisschen Derbystimmung“ spricht Kinsaus Trainer Christopher Resch. „Wir freuen uns alle drauf.“ Vorfreude gebe es auch in Hohenfurch, sagt SVH-Coach Michael Kees, der das Spiel aber nicht überbewerten will – der Ehrgeiz zu gewinnen sei genauso groß wie bei jedem anderen Spiel auch. „Wir kommen gut aus und sehen das locker“, sagt Kees.

Hohenfurch gewann 2010 das letzte Mal ein Pflichtspiel gegen Kinsau

Dabei hätte sein Team allen Grund, auf einen Sieg zu drängen. Denn der letzte Pflichtspiel-Erfolg gegen Kinsau gelang vor knapp neun Jahren – am 2. Oktober 2010. Damals spielten beide Mannschaften wie heute in der Fußball-Kreisklasse. Das Rückspiel endete 1:1. Kinsau stieg nach der Saison in die A-Klasse ab, Hohenfurch folgte in der Saison 2014/15. In der darauffolgenden Spielzeit gewann Kinsau beide Aufeinandertreffen (5:1 und 2:0) sowie viele andere Spiele und stieg wieder in die Kreisklasse auf. Das gelang Hohenfurch heuer im Frühjahr. Damit stehen sich die Teams wieder in zwei Pflichtspielen gegenüber. Beide finden samstags statt. „Das haben wir gleich ausgemacht, dann können wir danach noch gemeinsam feiern“, sagt Resch.

„Hohenfurch hat eine kampfstarke Mannschaft“

Vorher aber wird’s spannend, da ist sich der Kinsauer Trainer sicher. „Hohenfurch hat eine kampfstarke Mannschaft, die souverän aufgestiegen ist. Das wird keine klare Sache“, sagt Resch, dem wieder der zuletzt verletzte Michael Kirchbichler zur Verfügung steht. Damit ist Kinsaus Kader komplett.

Anders sieht’s bei Hohenfurch aus. Da fehlt rund die Hälfte der Startelf wegen Verletzungen und Urlaub. „Das müssen wir irgendwie kompensieren“, sagt Kees. „Da gibt’s kein Jammern.“

Grund dafür hat der SV Hohenfurch beim bisherigen Saisonverlauf auch nicht. Der Aufsteiger hat von seinen vier Saisonspielen zwei gewonnen und einmal unentschieden gespielt. „Der Start ist uns gut geglückt.“

Kinsaus Resch erwartet „heißen Kampf“

Nicht ganz so zufrieden sind die Kinsauer. „Medium“ verliefen die ersten Spieltage, sagt Resch. Zwei Niederlagen, ein Sieg und ein Unentschieden stehen zu Buche. Besonders das 1:3 zum Saisonauftakt gegen den TSV Landsberg II wurmt den Trainer. „Da haben wir blöd verloren“, sagt er. „Mit den drei Punkten würden wir besser dastehen.“

Mit einem Sieg am Samstag könnte Kinsau seine bisherige Bilanz aufpolieren. Aber auch Hohenfurch will keine Federn lassen – es müssen Punkte her, um Abstand zu den Abstiegsrängen zu gewinnen. Resch erwartet einen „heißen Kampf“. Und Kees kündigt an: „Wir werden ihn annehmen.“


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