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Mehr Tore als in beiden Duellen der vergangenen Saison zusammen fielen beim 6:3 zwischen Mammendorf und Altenstadt. Im August 2018, als das Bild entstand, gewann der TSV 2:1. Das Rückspiel ging an den SVM (2:0).

Kreisliga 2

Doppel-Rot: Altenstadt schlägt sich in Mammendorf selbst

Sechs Gegentore, zwei Platzverweise – und wieder kein Sieg. Mit 3:6 unterlag der TSV Altenstadt in Mammendorf. Trotz der ärgerlichen Niederlage ist TSV-Coach Christoph Schmitt aber nicht gänzlich unzufrieden.

Altenstadt – „Chaotisch, unnötig und extrem ärgerlich“ – Altenstadts Spielertrainer Christoph Schmitt fand so einige Adjektive, um das Fußballspiel seiner Mannschaft am vergangenen Donnerstagabend in Mammendorf zu beschreiben. 3:6 (2:3) hatte der TSV im Flutlichtspiel gegen den Aufstiegsaspiranten verloren – und dabei, so Schmitt, „nicht viel schlechter als der Gegner“ gespielt. Für Altenstadt sei es „einfach extrem blöd gelaufen“. Und das von Anfang an.

Denn nach nicht einmal fünf gespielten Minuten nahm das Unheil bereits seinen Lauf. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte Altenstadts Abwehrspieler Philipp Bartmann die rote Karte. Dieser hatte zuvor seinen enteilten Gegenspieler zu Fall gebracht. „Das war schon eine Notbremse“, gesteht Schmitt. Beirren ließen sich die Altenstadter von der Unterzahl nicht. Schmitt selbst war es, der den Ball nach einer Ecke zur Führung (9.) einköpfte. „Wir waren wirklich gut im Spiel“, berichtet Schmitt. Trotzdem währte die TSV-Führung nicht lang. SVM-Stürmer Sebastian Heiß erzielte den Ausgleich (19.).

In der zweiten Halbzeit geht es für Altenstadt dahin

Altenstadt blies erneut zum Angriff und belohnte sich selbst. Yasin Akcakaya (28.) stellte per Distanzschuss „in den Winkel“ die Gäste-Führung wieder her. „Ein Traumtor“, sagt Schmitt, „aber nicht mal das hat uns geholfen.“ So kam es für die Gäste in der Folge sogar noch dicker: erst der Ausgleich durch Maximilian Fried (39.), dann der zweite Platzverweis für den TSV – wieder für Bartmann. Diesmal allerdings für Philipps Zwillingsbruder Dennis. „Auch der war berechtigt“, räumt Schmitt ein. Bartmann hatte in Torwart-Manier mit der Hand ein Gegentor verhindert. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Marco Haag (45.+1) sicher zum 3:2.

In Hälfte zwei schlichen sich dann einige „blöde Fehler“ in das Altenstadter Abwehrsystem ein, die der SVM eiskalt bestrafte. „Die hatten drei Chancen“, so Schmitt. Und sie alle führten zum Torerfolg. Die Niederlage war besiegelt, mehr als das zwischenzeitliche 3:4 von Jakob Reßl (65.) hatte Altenstadt nicht mehr entgegenzusetzen. Katerstimmung herrscht trotz der hohen Niederlage aber nicht bei Coach Schmitt. Für ihn habe „die Moral absolut gestimmt“.

von Max Edinger

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